Corona-Virus legt Spielbetrieb lahm

Zwangspause auch im Handball: Das Derby zwischen dem EHV Aue und Dresden ist abgesagt. Ob und vor allem wann die Zweitliga-Saison weitergeht, bleibt offen.

Aue.

Eine Zwangspause müssen die Handballer des EHV Aue einlegen. Der neuartige Coron-Virus und seine Folgen bremsen den Spielbetrieb aus. So wurde in der 2. Handball-Bundesliga der 25. Spieltag komplett verschoben. "Wir befinden uns in einer gesellschaftlichen Ausnahmesituation. Da gilt es natürlich, Rücksicht zu nehmen", sagt Stephan Swat, Chefcoach des EHV. Freilich haben sich Fans wie Mannschaft riesig auf das Sachsenderby beim HC Elbflorenz gefreut. "Aber wir müssen da jetzt durch und das Beste daraus machen."

Schließlich seien weder Aue noch Sachsen gallische Dörfer, an denen die Entwicklungen rund um Corona spurlos vorüberziehen. "Die Absage ist deshalb nachvollziehbar", so Swat. Und jetzt? Da hat der Trainer eine klare Antwort: "Wir trainieren." Denn noch völlig offen ist, wie es nach dem bevorstehenden Wochenende weitergeht. "Deshalb versuchen wir, so gut es geht fit und im Spielmodus zu bleiben." Auch wenn die Trainingsinhalte andere sein werden als zum Beispiel mit einem Derby vor der Brust: Die Stimmung in der Mannschaft ist laut Swat insgesamt gut. "Auch wenn die aktuelle Lage den einen oder anderen verständlicherweise ein bisschen verunsichert. Wir müssen eben wie alle anderen abwarten, was die kommenden Wochen bringen", sagt Swat auch mit Blick auf die Liga-Tagung am Montag. "Danach haben wir mehr Klarheit."

Obenan steht, da sind sich alle Clubs einig, die Gesundheit von Fans, Spielern, Verantwortlichen und Betreuern. Der Freistaat Sachsen hatte sich am Mittwoch dem bundesweiten Weg angeschlossen, alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern zu untersagen, um der Pandemie Einhalt zu gebieten. EHV-Manager Rüdiger Jurke befindet sind in engem Austausch mit Karsten Wöhler, seinem Amtskollegen bei Elbflorenz Dresden. Noch laufe die Suche nach einem Ausweichtermin fürs Derby. Tickets und Dauerkarten behalten ihre Gültigkeit. Der Liga-Tagung am Montag wohnt Jurke bei. Und bittet, bis dahin von Anfragen bezüglich des nächsten Heimspiels gegen Hüttenberg am 21. März abzusehen. Noch könne keiner sagen, ob und wann die Saison weitergeht. Die Liga-Verantwortlichen haben es sich laut einer Mitteilung zum Ziel gesetzt, "alle Entscheidungen bezüglich möglicher Auf- und Abstiege bis zum Saisonende unter gleichen Voraussetzungen für alle Zweitligisten im sportlichen Wettbewerb zu ermitteln". Sofern Klarheit bestehe, gibt es vom EHV Auskünfte über den weiteren Saisonverlauf. "Wir bitten um Verständnis", so Jurke.


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