Dämpfer für den Aufsteiger

Annabergs Handballer haben eine Lehrstunde zum Auftakt der Bezirksliga erhalten. Es gibt noch einige Baustellen im Team.

Annaberg-Buchholz.

Den Vorteil, das erste Saisonspiel in der Bezirksliga vor heimischem Publikum zu bestreiten, konnten die Handballer des HCAB am Samstag nicht nutzen. Mit 18:29 musste sich der Aufsteiger um Trainer Uwe Eger gegen Fortschritt Mittweida geschlagen geben und erhielt einen guten Eindruck, worauf es in der neuen Spielklasse ankommt. "Wir haben gleich mal eine Lehrstunde in Schnelligkeit und Effektivität bekommen", sagte Eger. Gleich zu Beginn der Partie merkten die Gastgeber, dass es diese Saison härter zur Sache gehen wird. Mit ihrer hohen Geschwindigkeit und routinierten Spielabläufen lagen die Gäste aus Mittweida nach neun Minuten bereits mit vier Toren vorn. Der erste Treffer für Liganeuling Annaberg fiel durch einen Siebenmeter. Die Mittweidaer glänzten weiterhin mit schnellen Kontern und Angriffen, bei denen der HCAB nicht mithalten konnte. Uwe Eger reagierte und nahm eine Auszeit: "Das Zurücklaufen in der Defensive hat mir überhaupt nicht gefallen und das habe ich meine Jungs auch wissen lassen." Trotz mehrmaligen Versuchen und maximalem Kraftaufwand gelang es den Gastgebern nicht, sich heranzukämpfen. Mit 8:14 ging es in die Kabinen.

"In der Halbzeitpause habe ich vermittelt, dass das Spiel in unseren Köpfen bei Null losgehen muss", so Eger. Er wollte wenigstens den zweiten Durchgang rechnerisch für sich entscheiden und versuchte sein Team entsprechend zu motivieren. Die Abwehr sollte gestärkt werden, Konter unterbunden und mehr Druck endlich zu mehr Toren führen. Doch die Spieler aus Mittweida ließen das nicht zu und diktierten weiter des Geschehen auf dem Feld. Lücken in der HCAB-Defensive wurden genutzt, eigene Freiräume in der Abwehr geschlossen und mittels Kontern erzielte Fortschritt einfache Tore. All diese Faktoren führten letzlich zu einen wenig begeisterten Uwe Eger: "Mein Team hat mir heute weder im Spiel nach vorn noch nach hinten gefallen." Zum einen habe seine Sieben den Spielfluss des Gegners nicht nennenswert unterbrochen und zum anderen im Angriff zu wenig in die Tiefe gespielt, um mehr Torchancen zu erzwingen. "In Zukunft müssen wir ein höheres Tempo an den Tag legen und ballsicherer werden, um eine reelle Chance auf den Klassenerhalt zu haben", war Egers Fazit nach dem Abpfiff. Es sei zudem sicherlich nicht hilfreich gewesen, dass jüngst die Bezirkspokalpartie von Mittweida II kampflos abgeschenkt wurde und sein Team so ohne zusätzliche Testmöglichkeit in die Liga startete. Die Annaberger bereiten sich nun auf das Auswärtsspiel nächste Woche gegen den VfB 1908 Lengenfeld vor.

STATISTIKAnnaberg: Weber, Steiner; Hartig, Rösch (3/2), Hertel, Teubner (2), Schmidt (2), Schierig (4), Schaarschmidt (2/1), Schindler, Herklotz (4), Lützendorf, Lötsch (1)

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