Das Maß aller Dinge ist zu Gast

Die Landesklasse-Ringer des RV Thalheim empfangen am Samstag Spitzenreiter Markneukirchen. Schusslicht Lugau will eine Rechnung begleichen.

Thalheim/Lugau.

Der Hinkampf dürfte im Kopf von Steffen Richter noch immer präsent sein. Anfang September gingen die Thalheimer Ringer im Regionalligaduell beim Meisterschaftsfavoriten Markneukirchen nicht nur mit 4:23 baden - mit Tobias Löffler und Benjamin Opitz verletzten sich damals auch zwei Leistungsträger schwer, die beide noch immer nicht wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Nach ihrem nicht so guten Saisonstart haben sich die Thalheimer mittlerweile auf Tabellenplatz 2 vorgearbeitet, mit vier Zählern Rückstand auf den verlustpunktfreien Spitzenreiter.

Zuletzt haben die Zwönitztaler vor drei Jahren gegen die Vogtländer gewonnen - in Markneukirchen. Um nach dieser langen Zeit endlich einmal wieder einen Sieg zu landen, müsse allerdings alles passen, sagt Trainer Steffen Richter. Die Gäste taten sich beim 18:12 in Luckenwalde zuletzt schwer; zudem brach bei Dmitri Blayvas (86 kg/Freistil) ein alte Knieverletzung wieder auf und Maximilian Simon (75 kg/klassisch) lädierte sich eine Rippe. "Das sind zwei starke Leute. Aber ob die gegen uns jetzt tatsächlich ausfallen, das muss man abwarten. Markneukirchen pokert mit der Aufstellung natürlich auch", so Richter.

Die Lugauer Eichenkränze unterdessen haben mit dem SV Luftfahrt Berlin noch eine Rechnung zu begleichen. Im Hinkampf hätte Marco Scherf (75 kg) im letzten Kampf seine Führung nur über die Zeit bringen müssen - dann hätte seine Mannschaft den Gesamtsieg in der Tasche gehabt. "Aber das wollen wir jetzt zurechtrücken", sagt RVE-Trainer Jan Peprny. Unrealistisch erscheint das nicht: Die Berliner haben selbst erst zwei Siege eingefahren, den letzten gab es schon am dritten Kampftag Mitte September, als die Hauptstädter überraschend Gelenau bezwangen.

Personell steht bei den Lugauern nicht alles zum Besten. Im 75-Kilo-Limit fällt Freistiler Tim Walther aus, der gegen Pausa eine Rippenverletzung erlitt. "Wir versuchen alles, um die Gewichtsklasse nicht unbesetzt lassen zu müssen", so Peprny. Positiv sei hingegen die Rückkehr von Krzysztof Sadowik. Der Freistiler, der in der Rückrunde im 85-Kilo-Limit zum Einsatz kommen soll, war zuletzt bei der U-23-WM in Budapest im Einsatz. "Er ist für uns ein Punktegarant. Gut, dass er wieder da ist", so Peprny.

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