Das Schicksal selbst auf der Kelle

Die Gornsdorfer Tischtennisspieler haben den Endspurt angezogen und sich in der Oberliga auf den Relegationsplatz gekämpft. Diesen gilt es am letzten Spieltag zu verteidigen.

Gornsdorf.

Die Spieler des TSV Elektronik Gornsdorf dürften neben Schlägern, Trikots und Handtüchern jüngst auch immer eine Extra-Portion Hoffnung in ihre Sporttasche gepackt haben - denn so wie die Oberliga-Saison für die Tischtennismannschaft lief, schien der Abstieg unausweichlich. Doch mit klaren Siegen in Dessau und Dresden kämpfte sich der TSV überraschend auf einen Relegationsplatz zurück. Konkurrent DJK Biederitz schwächelte, verlor vier Spiele in Serie und steht nun selbst auf dem direkten Abstiegsplatz. Die Gornsdorfer liegen vor dem letzten Spieltag in der Oberliga Mitteldeutschland mit 13:21 Punkten auf Rang 8 des Zehnerfeldes, und könnten so in den Relegationsspielen den Kopf noch einmal aus der Schlinge ziehen. Punktgleich mit den Elektronikern, aber mit einem schlechteren Spielverhältnis muss Biederitz gewinnen, und gleichzeitig auf ein Remis oder eine Niederlage des TSV hoffen.

Die Entscheidungen über Relegation beziehungsweise direkten Abstieg fallen am Samstagabend. Um 18 Uhr empfängt der TSV Elektronik den Tabellensechsten TSV Zella-Mehlis. Gleichzeitig tritt Biederitz zuhause gegen den Tabellensiebten SV Dresden Mitte an. Die Gornsdorfer bestimmen an der grünen Platte selbst über ihr Schicksal: Mit einem Sieg können sie den Relegationsplatz sichern. Im Falle einer Heimniederlage oder einer Punkteteilung ist der Abstieg besiegelt, wenn die Biederitzer ihr Spiel gewinnen.

Die Elektroniker konnten in den letzten Begegnungen mit guten Leistungen überzeugen. Gegen den derzeitigen Spitzenreiter Aufbau Altenburg gelang ein 8:8-Unentschieden und in den vergangenen beiden Auswärtspartien tankten die Nummer 1, Thomas Kabelka, und seine Kollegen wieder Selbstvertrauen. Gegen Zella-Mehlis können sie das auch gut gebrauchen, denn die Gäste stellen zum Saisonabschluss eine große Hürde dar: Der Aufsteiger rangierte am Schluss der Hinrunde sogar auf Platz 1. Danach kassierten sie in der Rückrunde fünf Niederlagen in Folge. Doch seit drei Spielen ist der Chinese Wong Kin Sing wieder mit dabei, und prompt gab es drei Siege für Zella-Mehlis.

Der Asiate wird auch gegen Gornsdorf mit dabei sein, was die Aufgabe für die Elektroniker nicht unbedingt vereinfacht. Die Gornsdorfer hatten sich darüber im Vorfeld bei den Thüringen schlau gemacht, die - als es gegen Biederitz ging - auf ihn verzichteten. "Aber da müssen wir jetzt durch", sagt TSV-Spieler Stefan Meiner. "Wir haben es selbst in der Hand und es gilt, unseren Heimvorteil nun voll auszuspielen. Auf wen Gornsdorf in der Relegation treffen würde, steht noch nicht fest.

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