Dem Abstieg ein Stück näher

Wieder nichts. Die beiden Vertreter der Landesklasse haben ihre Fußballspiele verloren. Sie entfernen sich damit immer weiter vom rettenden Ufer.

Annaberg-Buchholz/Gelenau.

Merkur Oelsnitz gewonnen, FSV Treuen gewonnen, Reichenbacher FC gewonnen. Wer geglaubt hatte, dass der 18.Spieltag eine Wende zugunsten der hiesigen Mannschaften bringt und sie nach oben rücken lässt, muss das Gegenteil konstatieren. Denn die Erzgebirger, die hinten drin hängen, haben allesamt verloren. Neben dem VfB Annaberg und dem BSV Gelenau erwischte es dabei auch den SV Tanne Thalheim.

VfB Annaberg - Handwerk Rabenstein 1:4 (0:3). So richtig wird der Spitzenreiter gar nicht wissen, wie er zu den Toren und damit den Punkten gekommen ist. "Spielerisch bin ich zufrieden. Mit dem Resultat logischerweise nicht", sagte VfB-Trainer Ingo Klöpping. Er musste mit ansehen, wie seine Mannschaft alle vier Gegentore nach Standardsituationen kassierte und dabei Torhüter Rico Offenderlein nicht eben seinen besten Tag erwischte. Zur Pause stand es deshalb 3:0 für den Tabellenführer, "der bis dahin allerdings keine einzige Möglichkeit aus dem Spiel heraus verbuchen konnte". Logischerweise blieb Klöpping in der Kabine nur, seine Jungs so gut es ging aufzurichten, denn an eine Wende glaubte im Lager des VfB zu diesem Zeitpunkt niemand wirklich. Sie kam auch nicht. "Ich habe gesagt, wir wollen die zweite Hälfte nicht verlieren. Das haben wir geschafft", so der Trainer. "Das Ergebnis werden wir gedanklich streichen, das Positive mitnehmen." Zu letzterem gehört etwa, dass Luca Lautz durch energisches Nachsetzen das Leder zum 1:4 über die Linie drückte und somit zumindest für das letzte Tor des Tages auf dem Kurt-Löser-Platz sorgte.

BSV Gelenau - Ifa Chemnitz 0:2 (0:0). In der Phase, in der sich nach einer hektischen Partie beide Seiten auf ein torloses Remis zu einigen schienen, patzte der Gastgeber. Erst trat Lars Kolditz im Vorwärtsgang auf den Ball und rutschte aus, dann dribbelte Marcel Walczak nach dem weiten Schlag der Chemnitzer unnötig gen eigenes Tor und rutschte ebenfalls aus - Möckel schob aus wenigen Metern ein. 0:1, Köpfe runter, 0:2 wenig später - Hagelschauer und Gewittergrollen passten zum Ergebnis des BSV. Der hatte daheim die vergangenen fünf Spiele immer gegen Ifa gewonnen, nun ist auch dieser Nimbus gebrochen. "Zum K...", fasste Trainer Thomas Kersten seine Eindrücke in nicht druckreife Worte. Denn obwohl beide Seiten in diesem zerfahrenen Spiel mit Wacklern hüben wie drüben, mit einigen Fernschüssen und Fehlpässen, mit Kapriolen auf rutschigem Untergrund und mit sich selbst zu tun hatten, nahmen eben die Ifa-Männer die Punkte mit. In einer Begegnung, die nicht schön anzusehen war und keinen Sieger verdient hatte.

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