Den Vorbildern auf der Spur

Vor den Skilangläufern der Region liegt ein interessantes Wochenende. Viele sind selbst im Einsatz, doch speziell die jüngeren freuen sich erst einmal über ihre Zuschauerrolle.

Marienberg.

Sachsens Landeshauptstadt rückt morgen in den Fokus der Skilangläufer. An Dresdens Elbufer wird ein Weltcup-Sprint ausgetragen, der zahlreiche Zuschauer aus nah und fern anlocken dürfte. Auch aus dem mittleren Erzgebirge sind Gäste zu erwarten. So hat beispielsweise der ATSV Gebirge/Gelobtland drei Kleinbusse organisiert, damit Nachwuchssportler des Vereins das Großereignis live mitverfolgen können.

"Schon im vergangenen Jahr ist dieser Ausflug bei unseren Kindern sehr gut angekommen", sagt Regionaltrainer Nick Fritzsch, der aus den ATSV-Reihen stammt. Kein Wunder also, dass es die jungen Erzgebirger diesmal wieder an die Elbe zieht. "Dort können sie die großen Stars, die sie sonst nur im Fernsehen verfolgen, endlich mal hautnah erleben", sagt Fritzsch. Autogramme und Selfies bringen sie ebenfalls mit wie Tipps und Erkenntnisse: "Sie können sich bei so einem Wettkampf schon einiges abschauen."

Es lohnt sich auch, die Strecke genauer unter die Lupe zu nehmen, denn auf der werden einige der Nachwuchssportler eine Woche später selbst an den Start gehen. "Dort wird am 19. Januar ein Wettkampf im Rahmen des Sachsenpokals ausgetragen", erklärt Fritzsch. Im vergangenen Jahr musste die Runde wegen Schneemangels reduziert werden. Diesmal können sich die Talente des Freistaats Hoffnung machen, direkt auf den Spuren ihrer Vorbilder zu wandeln. Ausreichend Schnee dürfte vorhanden sein.

Nicht alle müssen sich eine Woche gedulden, um selbst ihr Können zu zeigen. Schließlich steht bereits diesen Sonntag eine andere Herausforderung auf dem Programm. Gemeint sind die Aschberg-Skispiele, bei denen ein Distanzrennen in der freien Technik ausgetragen wird. Je nach Altersklasse sind dabei Distanzen zwischen 0,8 und 4,8 Kilometern zu bewältigen. Allerdings ist witterungsbedingt noch nicht ganz sicher, ob der Wettbewerb ausgetragen werden kann. Denn in Mühlleithen herrschen nach einem knappen Meter Neuschnee schwierige Bedingungen. Sollte grünes Licht gegeben werden, hoffen acht Starter vom ATSV auf vordere Platzierungen.

Auch auf den Deutschlandpokal hat das aktuelle Wetter Einfluss. So sind die für dieses Wochenende geplanten Rennen von Hirschau an den etwa 140 Kilometer entfernten Arber verlegt worden. "Es wird einen Skating-Sprint und ein Distanzrennen in der klassischen Technik geben", sagt Fritzsch, der als Trainer vor Ort sein wird. Insgesamt betreut er rund 25 Sportler vom Oberwiesenthaler Stützpunkt. Besonders gespannt ist er dabei auf das Abschneiden der Seiffenerin Alexandra Dietze (Pulsschlag Neuhausen), die am Fichtelberg trainiert. Cedric Gärtner besucht zwar die Klingenthaler Schule, doch auch ihn wird Fritzsch genau im Auge haben. Schließlich startet der U-18-Athlet nach wie vor für den ATSV Gebirge/Gelobtland.

Auch für Nick Fritzsch stellen die Wettkämpfe eine Bewährungsprobe dar. Schließlich ist er erst seit wenigen Monaten als Regionaltrainer tätig. "Es ist gut angelaufen", sagt der 19-Jährige, der bislang viel auf "Trockenübungen" setzen musste. Erst seit Kurzem macht der Schnee intensives Training unter freiem Himmel möglich. "Hoffentlich bleiben die Bedingungen so", sagt Fritzsch.

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