Derby wird durch einen Standardtreffer entschieden

Während die drei Spitzenmannschaften der Fußball- Erzgebirgsliga ihre Spiel der 20. Runde zu Null gewonnen haben, wird es für die Crottendorfer so langsam eng.

Annaberg-Buchholz.

Spitzenreiter FV Drebach/Falkenbach, Verfolger SV Großrückerswalde (jeweils 5:0) und der VfB Annaberg (1:0) ziehen recht souverän ihre Kreise an der Spitze der Erzgebirgsliga. Die dahinter liegenden Mannschaften haben allesamt Zähler eingebüßt, so dass das führende Trio recht beruhigt auf das Kommende schauen kann.

VfB Annaberg - BSV Zschopautal 1:0 (0:0). Mit dem knappsten aller Siege ist das Derby auf dem Kurt-Löser-Platz der Kreisstadt ausgegangen. "Und angesichts des Spielverlaufs war es logisch, dass eine Standardsituation die Entscheidung bringen würde", sagten die Trainer unisono. Richie Schulze war es, der den Ball bei einem Freistoß rechts um die Mauer zirkelte und im rechten unteren Eck unterbrachte. Davor und danach gab es wenig Höhepunkte. "Zschopautal hat gut verteidigt, aber nach vorn ganz wenig getan", zog VfB-Chef Ingo Klöpping sein persönliches Fazit. Er war zufrieden, wie seine Elf in der zweiten Hälfte aufgetreten ist: "Da haben wir den Erfolg wohl etwas mehr gewollt." Bis auf zwei gute Gelegenheiten nach dem 1:0 blieb es aber ansonsten ein wenig prickelndes Derby, zumal durch das gleichzeitige Heimspiel des FC Erzgebirge Aue wohl zudem noch einige Zuschauer ausblieben. Zumindest sah dies auch Zschopautals Mann an der Seitenlinie, Mirko Schneider, so. Er war mit dem Auftreten seiner Mannschaft in der Defensive sehr zufrieden, in dem der Offensive allerdings nicht. "Wir haben uns in den 90 Minuten keine einzige echte Torgelegenheit erspielt. Natürlich hätte ich den Punkt gern mitgenommen, aber unbedingt verdient wäre er nicht gewesen. Demzufolge geht der Annaberger Sieg in Ordnung", so Schneider. Wegen des harmlosen Spiels nach vorn war er über die Niederlage auch nicht so traurig als wenn seine Männer mehrere hundertprozentige Einschussgelegenheiten vergeben hätten. Positiv werteten beide Seiten, das es trotz der sieben gelben Karten (4 x VfB, 3 x BSV) ein "normales Fußballspiel" war.

Tor: 1:0 Schulze (67.); S: R. Pechstein (Breitenbrunn); Z: 85

SV Blau-Weiß Crottendorf - SV Bernsbach 2:4 (1:0). Crottendorfs Trainer Daniel Mannsfeld war bedient. Seine Elf hatte 2:0 geführt, um am Ende 2:4 zu verlieren. "Das hat ihm die Sprache verschlagen", sagte Mannschaftsbetreuer Mario Herrmann. Auch ihm fiel es schwer, dem geschehen etwas Positives abzugewinnen. "Das schießen die Bernsbacher zwei glasklare Eigentore - und wir können dies nicht nutzen", so Herrmann kopfschüttelnd. "Die Führung für uns war zwar nicht verdient, sie war aber eben da. Und dann haben wir innerhalb von drei Minuten den Ausgleich kassiert und sind danach regelrecht eingegangen. Und keiner weiß warum", schildert Herrmann seine Gefühlslage. Selbst wenn beide Seiten einen unglücklich agierenden Schiedsrichter erlebten, machten die gastgebenden Blau-Weißen daran ihre Niederlage keinesfalls fest. "Wir haben zu viele Fehler gemacht und sind nach dem Ausgleich nicht mehr in die Partie gekommen", so Herrmann. Sein SV hat nun nur noch vier Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone.

Tore: 1:0 Schlegel (38. ET), 2:0 Strauss (52. ET), 2:1/2:2 Hörig (55./57.), 2:3 Pohl (67.), 2:4 Hudalla (86., FE); S: L. Mauersberger (Annaberg); Z: 36

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...