Die Pöhlaer fällt als Lieblingsschanze durch

Während nicht weit weg Unwetter gewütet haben, lachte in Pöhla am Mittwoch für 48 junge Skispringerinnen aus 7 Nationen und rund 500 Zuschauer die Sonne. Und Lisa Hirner lachte am meisten.

Die Österreicherin durfte sich das gelbe Leibchen überstreifen, weil sie als Führende der Serie ins Erzgebirge kam. Sie war wild entschlossen, dieses Leibchen zu verteidigen. Und sie schaffte es, holte sich den Tagessieg. "Sie ist sehr ehrgeizig", sagte Hirners Oma Hannelore Brunnsteiner. Sie war vom Ambiente begeistert. So viele Leute bei einem Nachwuchsskispringen hatte sie noch nicht erlebt: "Das ist auch für die Mädchen sehr schön." Jürgen Winkler, Koordinator des Alpencups, sieht es ähnlich: "Pöhla ist das Highlight. Nicht nur, weil so viele Menschen kommen, sondern weil der Verein das Ganze mit Herzblut macht." Dass gestern zum zweiten Springen aufgrund des starken Windes abgebrochen wurde und nur der erste zählte, nahm Winkler gelassen.

Emely Franke vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal ist eigentlich in der Nordischen Kombination zuhause, startet aber auch im Alpencup: "Wir springen im Training häufiger hier, aber Pöhla ist nicht meine Lieblingsschanze. Ich komme nicht richtig ins Fliegen", so die 15-Jährige. Trotzdem schätzt sie den Standort. "Die Stimmung ist super. Solche Wettkämpfe haben wir nur ganz selten", lobte sie nach den Rängen 27 und 36 vor der Weiterreise nach Bischofsgrün. (klin)

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