Doppelsieg zeugt vom Potenzial

Neben den großen Stars ist "Rund um Zschopau" auch immer eine willkommene Bühne für talentierte Nachwuchsfahrer. Zumal die besten Junioren aus der Region stammen.

Zschopau.

Den Sieg in der nationalen Wertung der Junioren hat sich bei "Rund um Zschopau" diesmal Luca Fischeder geschnappt. Der kurz vor der Saison vom Zschopauer KTM-Team Sturm zur MK-Sherco- Academy gewechselte Geringswalder sammelte hinter Gaststarter Robert Friedrich aus Tschechien die 25 Siegpunkte. In der DM-Gesamtwertung kam der 19-Jährige aber nicht mehr Florian Görner aus Scharfenstein vorbei, der sich mit 117 Punkten vor dem Lengefelder Kevin Nieschalk (108) den Sieg sicherte. Beide KTM-Sturm-Fahrer trennte beim Heimspiel, das für sie auf den Rängen 3 und 4 endete, nicht einmal eine Sekunde.

"Ich war froh, überhaupt starten zu können, denn ich war stark erkältet", sagte Kevin Nieschalk, der gestern seinen 21. Geburtstag feierte. Der Lengefelder wollte nichts riskieren und eigentlich nur sicher durchfahren. "Das hat gut geklappt, die Fans waren super drauf. Am Ende war ich aber schon ein bisschen enttäuscht, mit nur 80 Hundertstelsekunden Rückstand auf Florian den vierten Platz belegt zu haben", ärgerte er sich ein klein wenig. Der in der Lauterbacher Kita "Zwergenland" arbeitende Erzieher musste gestern dennoch viele Fragen seiner kleinen Fans, die zahlreich an der Strecke versammelt waren, beantworten und auch Autogramme schreiben. "Das hat mir viel Spaß gemacht. Wie und wo es in der nächsten Saison weitergeht, ist aber noch offen. Ich bin jedenfalls hoch motiviert." Mit dem Gesamtsieger Florian Görner hat Nieschalk häufig gemeinsam trainiert. "Obwohl sie in der Meisterschaft Kontrahenten sind, hat das beide enorm vorangebracht", schätzte Görners Vater Heiko ein. Ein weiteres Gold für das Sturm-Team fuhr Kurt Reichel ein. Der Scharfensteiner "Jungspund" musste sich beim Heimspiel nur Michel Lang aus Chemnitz um 2,38 Sekunden beugen, holte aber trotzdem knapp den Titel in der E1B vor seinem unmittelbaren Kontrahenten.

Indes klärt Fahrtleiter André Rudolph zum Reglement auf. "Genau genommen ist dieser Junioren-Wettbewerb immer noch ein Pokal-Wettbewerb, hat noch nicht das Prädikat der Meisterschaft. Das ist eine Krux, die wir seit Jahren mit uns herumschleppen", sagt der 34-Jährige, fügt aber an: "Das schmälert nicht die Leistungen der jungen Sportler, denn die bewältigen wie die Meisterschaftsfahrer zum Beispiel bei uns in Zschopau das gleiche Programm mit Prolog, drei Runden und zwölf Sonderprüfungen." Rudolph hat mit dem ORC Hilmersdorf, insbesondere Christoph Seifert, dafür gesorgt, dass mit dem bereits etablierten ADAC Enduro-Jugend-Cup Sachsen der Nachwuchs mit Talenten wie Lenny Reimer (Krumhermersdorf), Jeremy Nimmrich (Gelenau), Kenny Riedel (Zwönitz) oder Niclas Kallmeyer (Schindelbach) gefordert und gefördert wird. Zu den jungen Hoffnungsträgern der Region gehört außerdem Louis Richter. Der 17-Jährige aus Pockau-Lengefeld holte bei "Rund um Zschopau" den Tagessieg im Jugend-Cup (U 20) und sicherte sich so auch Platz 1 in der Gesamtwertung. Zugleich bejubelte er mit dem ADAC-Team Sachsen den Titel in der Mannschaftswertung.

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