Dramatik unterm Regenbogen

Ein spätes Gegentor ließ die Marienberger Kicker gegen Meerane fast verzweifeln. Doch in diesem Landesklasse-Duell gab es ja noch die Nachspielzeit.

Marienberg.

Durch ein 3:3-Remis gegen den Meeraner SV sind die Marienberger Fußballer in der Landesklasse West vom vierten auf den fünften Tabellenrang zurückgefallen. Anders als die Gelenauer, die gegen Ifa Chemnitz ohne Torerfolg blieben, fühlten sich die Motor-Kicker dennoch als Gewinner.

FSV Motor Marienberg gegen Meeraner SV 3:3 (1:1). Zu Beginn offenbarten die Hausherren noch Schwächen, die Meerane mit einer frühen Führung bestrafte. "Die ersten zehn Minuten haben wir komplett verschlafen", sagt Motor-Trainer Ronny Rother, der dann aber einen starken Auftritt seiner Mannschaft erlebte: "Wir haben mehr fürs Spiel getan und hätten nach dem Ausgleich eigentlich schon vor der Pause das 2:1 machen müssen", so der Coach. Bis es endlich soweit war, musste er aber noch eine halbe Stunde warten - und der Jubel währte nur kurz. Quasi im Gegenzug konnten die Meeraner mit einem 16-Meter-Schuss egalisieren. "Weil wir hinten zu passiv waren", ärgert sich Rother, dessen Achterbahnfahrt der Gefühle noch weitergehen sollte. Motor präsentierte sich ähnlich wie das Wetter, das von Starkregen bis Sonnenschein alles zu bieten hatte. Licht und Schatten zeigten auch die Hausherren, die trotz mehr Ballbesitz in der 89. Minute erneut in Rückstand gerieten. Ein Konter, der die Niederlage zu besiegeln schien. Aber einen langen Ball konnten die Marienberger noch schlagen. "Kay Hamann setzte nach und wurde vom gegnerischen Torhüter umgeräumt", berichtet Rother. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kenny Schmidt sicher, was für Jubel sorgte: "Es war ein gewonnener Punkt, weil der Ausgleich so spät fiel."

BSV Gelenau gegen TSV Ifa Chemnitz 0:2 (0:0). In der Phase, in der sich nach einer hektischen Partie beide Seiten auf ein torloses Remis zu einigen schienen, patzte der Gastgeber. Erst trat Lars Kolditz im Vorwärtsgang auf den Ball und rutschte aus, dann dribbelte Marcel Walczak nach dem weiten Schlag der Chemnitzer unnötig gen eigenes Tor und rutschte ebenfalls aus - Möckel schob aus wenigen Metern ein. 0:1, Köpfe runter. 0:2 wenig später - Hagelschauer und Gewittergrollen passten zum Ergebnis des BSV. Der hatte daheim die vergangenen fünf Spiele immer gegen Ifa gewonnen, nun ist auch dieser Nimbus gebrochen. "Zum K...", fasste Trainer Thomas Kersten seine Eindrücke in nicht druckreife Worte. Denn obwohl beide Seiten in diesem zerfahrenen Spiel mit Wacklern hüben wie drüben, mit einigen Fernschüssen und Fehlpässen, mit Kapriolen auf rutschigem Untergrund und mit sich selbst zu tun hatten, nahmen eben die Ifa-Männer die Punkte mit. In einer Begegnung, die nicht schön anzusehen war und eigentlich keinen Sieger verdient hatte. (mit mas)

; Z: 25; T: 0:1 Möckel (78.), 0:2 Heinzmann (82.)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...