Drei Vereine weiter, einer raus

Die Vertreter aus dem Altkreis Stollberg haben sich in der ersten Runde des Erzgebirgspokals in guter Form präsentiert. Besonders dramatisch ging es in Thalheim zu.

Thalheim.

Eine Standortbestimmung sollte es werden. Das hatte René Wendler, der Trainer des SV Tanne Thalheim, im Vorfeld der Pokalpartie gegen den FV Krokusblüte Drebach/Falkenbach angekündigt. Die Männer aus dem Krokusdorf: ein verhältnismäßig harter Gegner in der ersten Runde, auf den der Absteiger in die Erzgebirgsliga auch in der Saison treffen wird. Und die Thalheimer, sie lieferte ab. In einem spektakulären Spiel bezwangen sie den Kontrahenten daheim mit 5:4 und zogen in die zweite Runde ein.

Dabei sah es sogar lange Zeit so aus, als würden die Gastgeber das Spiel ganz locker über die Bühne bringen. Mit 3:0 führten sie zur Pause - auch wenn die Gäste ebenfalls einige sehr gute Einschussgelegenheiten hatten. Bei den Gastgebern trumpfte dabei insbesondere Tom Hirsch auf. Die Stürmer stammt aus der Jugend des TSV Elektronik Gornsdorf und wechselte vor der Saison nach Thalheim. In seinem ersten Pflichtspiel für seinen neuen Verein erzielte er prompt zwei Treffer - die ersten beiden gegen Drebach (17./29.) Als dann Andy Haase nach 36 Minuten erhöhte, schien die Partie gelaufen.

Doch die Gäste gaben sich noch nicht geschlagen. Den Anschlusstreffer nach einer Stunde konnte Pierre Kretzschmar mit einem strammen Schuss in den Winkel noch kontern. Doch gegen Ende der Partie wurden die Drebacher, auch infolge nachlassender Kräfte bei den Gastgebern, immer stärker. Insbesondere Merrell Böhm, der dreimal traf, drehte plötzlich auf. Weil allerdings Routinier Rico Hesse auch noch einmal traf, stand am Ende trotzdem ein Sieg für Thalheim zu Buche. "Man hat schon gemerkt, dass bei uns heute einige Spieler urlaubsbedingt noch gefehlt haben", so Wendler.

Absolut souverän erledigte indes der Oelsnitzer FC seine Erstrunden-Aufgabe. Mit 6:0 setzte sich der Erzgebirgsligist bei der zweiten Vertretung von Motor Marienberg durch. Die Gastgeber hielten dabei phasenweise mit und hätten durchaus selbst das eine oder andere Tor schießen können - sie trafen insgesamt viermal Aluminium. Den Knoten löste Felix Nierobisch, der nach einem schönen Flankenlauf und einer scharfen Hereingabe von Jonny Uhlmann goldrichtig stand (21.). Die weiteren Oelsnitzer Treffer fielen dann erst im zweiten Durchgang. "Da standen die Marienberger aber auch ziemlich hoch", sagte Trainer Jan Heuschkel. Markus Langer (55./76.), Patrick Neef (59.), Felix Gathen (72.) und Robert Hornig (86.) trugen sich noch in die Torschützenliste ein.

Ebenfalls in die zweite Runde zog der FSV Burkhardtsdorf nach dem 4:1 bei Tirol Dittmannsdorf ein. Der TSV Elektronik Gornsdorf hingegen musste nach dem 1:3 zuhause gegen die SpVgg Neundorf/Wiesenbad die Segel früh streichen. Nico Wegert brachte Gornsdorf nach 66 Minuten in Führung. Dem Ausgleich durch ein Eigentor von Bastian Klemcke (78.) folgte schließlich der K. o. in der Verlängerung.

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