Duo jubelt bei Debüt in Kroatien über Podestplätze

Motorsport: Gespann Rößler/Schmidt steigert sich im Ausland deutlich

Grünhain-Beierfeld.

Eine deutliche Steigerung ist Detlef Rößler vom MC Grünhain und seinem Beifahrer Luca Schmidt beim zweiten Lauf innerhalb der Internationalen Sidecar-Trophy gelungen. Absehbar war das nicht unbedingt. So absolvierten der 62-jährige Beierfelder und der 15-Jährige aus Zeulenroda in Kroatien erst ihr zweites gemeinsames Rennwochenende. Auch die Strecke im Automotodrom Grobnik kannte keiner von beiden. Dafür standen im LCR-Gespann mit 600 Kubikzentimetern und 100 PS am Ende zwei Podestplätze zu Buche.

Doch zunächst erkundeten die beiden die Strecke zu Fuß, diskutierten über jede Kurve. Das zahlte sich aus. Die Qualifikationsläufe im Anschluss liefen optimal. Das Duo Rößler/Schmidt legte die drittschnellste Zeit auf den Asphalt und ergatterte sich einen komfortablen Startplatz. Gut wegkommen - das zählte auf der schnellen Strecke im ersten Sprint über zehn Runden. "Wir hatten einen Bombenstart und konnten uns mit der Spitze in die erste Kurve absetzen." Nach einem packenden Duell mit Ken Knapton und Enrico Roick aus England sausten die beiden als Zweite durchs Ziel und jubelten zurecht über diesen Erfolg.

Der war sogar den Redakteuren des Sidecar-Online-Magazins einen Eintrag wert. Sie schreiben von einem "bemerkenswerten 2. Platz in der Trophy der 600er". Dabei hoben sie besonders hervor, dass es für Rößler/Schmidt das erste Rennen in Kroatien und auch erst das zweite gemeinsame Rennen als Pilot und Beifahrer war. Im Bericht heißt es unter anderem: "Mit Ken Knapton und Enrico Roick hatten Rößler/Schmidt mehrfach Champions direkt am Heck kleben, doch das Duo meisterte diese Aufgabe souverän und fuhr sich sogar noch einen Vorsprung von knapp drei Sekunden heraus."

Am Nachmittag folgte ein Supersprint über neun Runden. Nach einem Blitzstart mussten die Sachsen ihre englischen Dauerkontrahenten in der sechsten Runde vorbeiziehen lassen - um Bronze ging es nach wie vor. "Jetzt mussten wir zeigen, wo wir hinwollen", so Rößler. Die folgende Runde fuhren die beiden als schnellste im Rennen und konnten sich während es vorletzten Umlaufs am Ende der Start-Ziel-Geraden aus dem Windschatten heraus wieder an Knapton vorbeischieben. So war Platz 3 sicher.

Nicht optimal lief am nächsten Tag das Hauptrennen über 16 Runden. Nach tollem Start und zwischenzeitlich zwölf Sekunden Vorsprung auf Knapton schlug wie zum Saisonauftakt im tschechischen Brno die Defekthexe zu. Der Gummiüberzug rutschte vom Gasgriff, so wurde das Beschleunigen fast unmöglich. Rößler hielt an, zog die Handschuhe aus und fuhr weiter. Das kostete Zeit und den sicher geglaubten 3. Platz - aber immerhin erreichten beide auch im dritten Rennen das Ziel. Das dürfte die beiden anspornen, die dem nächsten Trophy-Wochenende schon entgegenfiebern - vom 12. bis 14. Juli auf dem Schleizer Dreieck.

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