Durchatmen im Abstiegskampf

Die Oberliga-Tischtennisspieler des TSV Gornsdorf haben das Kellerduell gegen Burgstädt für sich entschieden. Das klare Ergebnis täuscht aber etwas über den Spielverlauf hinweg.

Gornsdorf.

Mit fünf Heimspielen zu Beginn der Saison hatten die Tischtennisspieler des TSV Gornsdorf eigentlich richtig durchstarten wollen, um das Thema Abstiegskampf in dieser Spielzeit zu vermeiden. Doch daraus wurde nichts: Die Elektroniker hängen - wie im Vorjahr - wieder unten drin.

Dem Kellerduell gegen Schlusslicht Burgstädt am Wochenende kam daher beinahe schon vorentscheidende Bedeutung zu. Gehe es verloren, so werde es sehr schwer, überhaupt noch den Relegationsplatz zu erreichen, hieß es im Vorfeld aus dem Verein. Doch die Erzgebirger behielten kühlen Kopf: Mit 9:4 schlugen sie die Mittelsachsen. "Das Ergebnis täuscht aber über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg", sagte Kapitän Chris Lasch.

Leidenschaftlich unterstützt von 80 Zuschauern - einer Zahl, die zuletzt vor drei Jahren erreicht wurde - hatten die Gornsdorfer im Volkshaus anfangs in der Tat einige Probleme mit den Gästen. Die ließen sich im ersten Doppel nach einer 2:0-Führung zwar noch die Butter vom Brot nehmen, kamen in den übrigen beiden Doppelpartien dann aber zu zwei relativ leichten Siegen.

In den anschließenden Einzeln taten sich die Gastgeber zunächst weiter schwer. Dem vorübergehenden Ausgleich durch Spitzenmann Tomas Kabelka folgte der erneute Rückstand. Drei Fünf-Satz-Siege von Martin Merker, Holger Anhut und Alister Seltmann, unterbrochen von einer Niederlage von Chris Lasch, wendeten schließlich das Blatt. Nach dem 5:3-Zwischenstand gewannen die Hausherren die übrigen Partien bis zum entscheidenden 9:4 allesamt. Dass sich die Gäste bis zum Schluss nicht aufgaben, aber je nach Interpretation kein Spielglück hatten oder Nerven zeigten, wird an der Statistik deutlich: Von 13 Spielen gingen acht über die volle Distanz von fünf Sätzen - und sieben davon entschieden die Gornsdorfer für sich. Insgesamt gewannen die Elektroniker lediglich zwei Sätze mehr als die Gäste. Trotz des am Ende zumindest vom Ergebnis her deutlichen Sieges, dürfte den Elektronikern eine hammerharte Rückrunde bevorstehen. Nur noch dreimal können die Gornsdorfer vor heimischem Publikum antreten (bei sechs Auswärtsspielen), darunter gleich zum Auftakt am 11. Januar gegen den Tabellenvierten Schott Jena II, gegen den es auswärts eine klare 3:9-Niederlage gab. Auch in den anderen beiden Heimspielen gegen Spitzenreiter Hohenstein-Ernstthal II und Magdeburg (5.) sind die Gornsdorfer Außenseiter.

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