Ein Saisonauftakt zwischen Freude und Frust

Fußball, Landesklasse: Marienberg bejubelt Sieg in Reichenbach - Gelenau geht in Meerane unter

Reichenbach/Meerane.

Völlig unterschiedlich ist der erste Spieltag in der Landesklasse West für die beiden Lokalvertreter verlaufen. Während die Gelenauer BSV-Fußballer in Meerane auf ganzer Linie enttäuschten, bot Marienberg ebenfalls in der Fremde eine starke Leistung.

Reichenbacher FC gegen FSV Motor Marienberg 1:2 (0:1). Sogar der Gegner habe hinterher von einem verdienten Marienberger Sieg gesprochen, berichtet Motor-Coach Ronny Rother, der das Kompliment aber zurückgibt. "Es sind sich zwei Teams auf einem Niveau begegnet", sagt er vor allem in Anspielung auf die Einsatzbereitschaft der gastgebenden Vogtländer. Diese hätten mit ihrer bissigen und zweikampfstarken Leistung den Gästen das Leben schwer gemacht. "Unser Spiel mit dem Ball war daher nicht ganz so toll", räumt Rother ein. Dafür ließen auch die Marienberger in der Defensive wenig zu - und fanden vorn doch hier und da eine Lösung. So wie in der 25. Minute, als der Ball nach einem Eckball bei Norman Fischer landete und dieser zur Führung einschob. Rothers Forderung in der Kabine nach mehr Präzision kam offenbar an. So wurde zu Beginn der zweiten Halbzeit Pascal Hofmann so gut mit einer Flanke bedient, dass er auf 2:0 erhöhen konnte. Durch das Anschlusstor der Gäste wurde es am Ende eng, doch Keeper Toni Grabowski und die Leidenschaft der Gäste retteten den Sieg. "Der Teamgeist hat den Ausschlag gegeben", lobt Rother seine Spieler.

Marienberg: Grabowski; Schröter, Lehmberg, Richter, Werner (62. Bauer), Fischer, Hofmann, Simon, Günther, Neubert (80. Reichel), Hamann; SR: Haubner (Meerane); Z: 100; T: 0:1 Fischer (25.), 0:2 Hofmann (53.), 1:2 Süß (59.)

Meeraner SV gegen BSV Gelenau 6:0 (2:0). Schlechter hätte es für die Gelenauer Fußballer kaum losgehen können. Bereits in der ersten Minute schenkte der BSV dem Gegner das 1:0, indem der von der eigenen Abwehr in Bedrängnis gebrachte Keeper Kevin Martin einen gegnerischen Stürmer anschoss. "Die Niederlage war verdient, auch wenn sie zu hoch ausfiel", sagt Coach Thomas Kersten. Zu hoch deshalb, weil sich der Gegner die Tore nicht mit spielerischer Klasse erarbeitete. "Stattdessen haben wir die Dinger selbst aufgelegt", so Kersten. Damit bezog er sich auch auf das unkonzentrierte Verhalten nach einem Meeraner Eckball, der das 0:2 einleitete (13.). Danach geschah bis zur Pause wenig, doch das dritte Gegentor kurz nach Wiederanpfiff brach dem BSV das Genick. Trotz der schwachen Leistung vollzog der BSV-Coach keine Wechsel, weil ihm schlichtweg die Alternativen auf der Bank fehlten. Kersten schlägt wegen der dünnen Personaldecke Alarm, kann aber nur das tun, was in seiner Macht liegt. Also rückt im Training die Defensivarbeit in den Fokus. (anr)

Gelenau: Martin; Loos, Messig, Barth, Desczyk, P. Kolditz, L. Kolditz, Viererbe, Morgenstern, Singer, Kopitzke; SR: Schröder (Chemnitz); Z: 146; T: 1:0 Rudolph (1.), 2:0/4:0 Nierobisch (13./66.), 3:0 Trinks (48.), 5:0 Quietzsch (80.), 6:0 Simon (87.)

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