Eine Nummer zu groß

In einem Nachholspiel der Landesklasse sind die Fußballer des FC Stollberg bei Concordia mit 2:5 unter die Räder gekommen. Der Trainer ging mit seinem Team nicht allzu hart ins Gericht, lobte dafür den Gegner.

Stollberg.

Zum dritten Mal nacheinander sind die Fußballer des FC Stollberg am Samstag in der Landesklasse auswärts als Verlierer vom Rasen gegangen. Und doch war diesmal etwas anders. Denn konnten die Niederlagen gegen Rapid Chemnitz und Meerane noch unter dem Attribut "unglücklich" verbucht werden, so sah das bei der 2:5-Klatsche bei Concordia Schneeberg anders aus. "Der Gegner war in allen Belangen einfach besser, von der Passsicherheit über die zweiten Bälle bis zum Dribbling", sagte Trainer Bernd Eichenmüller.

In der Tat rollten die Gastgeber in dem Nachholspiel vom zweiten Spieltag insbesondere in den ersten 30 Minuten wie eine Lawine über die Stollberger hinweg. Schon nach vier Minuten verwandelte der überragende Franco Stopp einen Steckpass zur Führung der Schneeberger, die binnen kurzer Zeit noch dreimal nachlegten und das Spiel bis zur Pause quasi entschieden - da änderte auch der Treffer von Maximilian Schubert nichts, der in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach einer Ecke per Kopf einnickte.

In der zweiten Hälfte legte die Concordia noch einmal nach, und die Stollberger sorgten dank Steven Tonnes Treffer aus dem Gewühl heraus noch einmal für Ergebniskosmetik. "Ab der 30. Minute haben wir das Spiel mit 2:1 gewonnen", übte sich Eichenmüller in Galgenhumor, um gleich wieder ernst zu werden. "Tatsächlich können wir uns über das Resultat nicht beklagen. Schneeberg hatte genügend weitere Chancen, das Spiel hätte auch 7:0 ausgehen können". Erst mit der Auswechslung von Stopp und des ebenso bärenstarken Marcel Schumann aufseiten der Gastgeber sei sein Team auf Augenhöhe gewesen. "Schneeberg", so Eichenmüller, "war der beste Gegner, gegen den wir in dieser Saison bislang gespielt haben. Allerdings war es auch der erste, der in Bestbesetzung gegen uns antreten konnte."

Gerade wegen der Ungleichheit der Kräfte auf dem Platz wollte der Stollberger Coach mit seinem Team nicht allzu hart ins Gericht gehen. "Bei einer derartigen Unterlegenheit bringt es überhaupt nichts, dem Team noch einmal sämtliche Fehler vorzuhalten", so der 63-Jährige. Auch selber könne er ein solches Ergebnis besser verdauen "als wenn wir verlieren, obwohl wir drückend überlegen sind oder der Schiedsrichter eine Aktie daran hat." In der Tabelle konnten die Stollberger als Sechster keine Plätze gutmachen, sind nun aber das einzige Team unter den ersten Neun mit einem negativen Torverhältnis.

Am kommenden Wochenende wollen es die Erzgebirger beim TSV Ifa besser machen und drei Punkte entführen. Dass die Chemnitz sechs ihrer bislang sieben Ligaspiele verloren haben und auf dem vorletzten Tabellenrang stehen, hat Eichenmüller zufolge aber wenig zu bedeuten. "Davon lassen wir uns nicht blenden, das wird ein ganz hartes Stück Arbeit", so der Coach.

Statistik Stollberg: Hoyer, Haase (58. Meyer), John, Günther, Schubert, Schreiter, Kreißel (70. Friedrich), Knopf, Tonne, Beck (58. Schönherr), Schönichen; Tore: 1:0, 3:0 Stopp (4./22.), 2:0 Lorenz (15.), 4:0 Schumann (30.), 4:1 Schubert (45.), 5:1, Goldhahn (68.), 5:2 Tonne (83.); SR: Thomas (Eilenburg); Z: 140

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