Einmal Licht und einmal Schatten

Die Handballer des Zwönitzer HSV haben ihr traditionelles Vorbereitungsturnier auf heimischem Parkett souverän gewonnen. Bei den Frauen lief es dagegen nicht rund.

Zwönitz.

Beim ersten ernsthaften Test vor dem Saisonstart haben die Handball-Flaggschiffe des Zwönitzer HSV zwei unterschiedliche Gesichter gezeigt. Während sich die Verbandsliga-Frauen am Sonntag beim Kampf um den Pokal der Stadtverwaltung mit dem letzten Platz begnügen mussten, durften die Herren die Trophäe tags zuvor nach oben stemmen.

Das Sachsenliga-Team, das am 19.September zum Auftakt der neuen Spielzeit in Weinböhla ran muss, war bei dem Vorbereitungsturnier über je zweimal 20 Minuten als Favorit ins Rennen gegangen. Alle drei Gegner der Erzgebirger sind eine Etage tiefer, in der Verbandsliga, aktiv. Zum Auftakt fuhren die Schützlinge von Trainer Frank Riedel einen klaren 19:10-Erfolg gegen den SV Rotation Weißenborn ein, bevor sie den SV Lok Leipzig-Mitte ebenso deutlich mit 25:16 bezwangen. Gegen die HSG Sachsenring war es zum Abschluss dann knapper, doch am Ende stand der ungefährdete Turniersieg zu Buche. "Es ist so gelaufen, wie wir uns das erhofft hatten. Eine richtig gute Leistung, zumal wir mit Tommy Löbner und Jiri Brecko auf unsere beiden besten Torschützen verzichten mussten", sagte Vereinschef Ralf Beckmann. In deren Windschatten tat sich Tom Anger hervor, der von den Trainern zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde.

Bei den Frauen lief es einen Tag später gar nicht rund. Allerdings war das Niveau des Starterfeldes gegenüber den Männern höher, die Zwönitzerinnen hatten sich in ihren vier Partien zweimal mit Mannschaften aus der Sachsenliga auseinanderzusetzen. Auf eine davon, den SV Schneeberg, der am Ende den Pokal auch gewann, trafen die Erzgebirgerinnen gleich zu Beginn und unterlagen klar 15:21. Noch deutlicher fiel die folgende Niederlage gegen den HSV Marienberg (ebenfalls Sachsenliga) aus, beim 10:27 hatten die Gastgeberinnen nicht die Spur einer Chance. Auf Augenhöhe liefen dagegen die beiden Partien gegen die anderen Verbandsligisten, in denen die HSV-Spielerinnen jedoch ebenfalls den Kürzeren zogen. Gegen Koweg Görlitz II hieß es 10:12, gegen Glauchau/Meerane zum Abschluss 9:10. Handball-Abteilungsleiter Steven Szpetecki wollte die Nullrunde allerdings nicht überbewerten. "Es gibt hier und da Abstimmungsschwierigkeiten. Aber für den ersten Test nach einer so langen Pause war das in Ordnung, was die Frauen aufs Parkett gebracht haben. Jetzt wissen wir, woran wir arbeiten müssen und das tun wir im Training auch", sagte er.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.