Einwurf bringt Entscheidung

In einer mauen Kreisligapartie hat sich der TSV Gornsdorf mit 1:0 gegen Stollberg II durchgesetzt. Zwönitz ließ es dagegen krachen.

Gornsdorf.

Ein Spiel für Fußball-Ästheten war es ganz sicher nicht, aber das war auch nicht unbedingt zu erwarten. 90 Minuten lang behakten sich die Kreisliga-Kicker des TSV Elektronik Gornsdorf und des FC Stollberg II am Sonntagnachmittag. Am Ende stand ein 1:0-Erfolg der Gastgeber, die in der Tabelle auf Platz 7 kletterten. Stollberg fiel auf Rang 11 zurück.

Ralph Oesterreich, Trainer der Stollberger Reserve, gab hinterher zu, mit dem Ergebnis persönlich zu kämpfen zu haben. "Uns wurde nach sechs Minuten ein klarer Handelfmeter verwehrt", so der Coach. Auf dem kleinen Gornsdorfer Platz habe es sein Team sehr gut verstanden, den Gastgebern den Wind aus den Segeln zu nehmen. "Es ist bekannt, dass Gornsdorf zuhause viele Tore schießt. Und wir haben wenig, sehr wenig, zugelassen", so Oesterreich. Ein Unentschieden, so befand der Stollberger, wäre dem Spielverlauf angemessen gewesen.

Sein Gegenüber, Frank Dost, sprach indes von einem "Arbeitssieg". Philipp Kirsten hatte vier Minuten vor Ultimo einen langen Einwurf irgendwie ins Tor verlängert. Auch Dost hatte mit der Schiedsrichterleistung so seine Probleme - allerdings wegen einer anderen Szene. So erkannte der Schiedsrichter den Elektronikern einen seiner Meinung nach regulären Treffer ab, was Oesterreich wiederum ganz anders gesehen hatte. "Da war ein klares Foul vorher."

Beim FSV Zwönitz regieren derweil derzeit die Extreme. Einem 1:8 im Derby in Gornsdorf folgte eine 2:5-Heimklatsche gegen das damalige Schlusslicht Schneeberg II. Am Sonntag netzten die Zwönitzer beim Gastspiel bei Pokalschreck Neudorf nun selbst fünfmal ein und kassierten nur einen Gegentreffer kurz vor Schluss per Strafstoß. "Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir waren von der ersten Minute an präsent und hätten auch höher gewinnen können", sagte Trainer Alexander Thost. Schon in der ersten Minute sorgte Marvin Rintschwentner nach einem langen Diagonalball von Rocco Neukirchner für die Führung. Die weiteren Zwönitzer Treffer erzielten Marcel Kutz (21./63.) und Niclas Littmann (67./72.) "Unser Hauptproblem war ja zuletzt die Abwehrarbeit. Da haben wir jetzt zwei Wochen lang intensiv dran gearbeitet, und das hat sich ausgezahlt", so Thost. Mit 13 Zählern liegen die Zwönitzer nun auf Tabellenplatz 5.

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