Elektroniker mit Achtungserfolg

Tischtennis-Oberligist TSV Gornsdorf hat dem Aufstiegskandidaten Zella-Mehlis ein Unentschieden abgetrotzt. Dabei rissen die Hausherren die Kohlen noch aus dem Feuer.

Gornsdorf.

Die Tischtennisspieler des TSV Elektronik Gornsdorf bleiben in der Oberliga weiter auf Kurs Klassenerhalt. Gegen den TSV Zella-Mehlis erkämpften sich die Erzgebirger ein 8:8 und verteidigten damit den sechsten Tabellenplatz. "Das hatte gegen den Favoriten kaum jemand vorhergesagt. Am Ende war sogar ein Sieg möglich", sagte Spieler Stefan Meiner.

Zu Beginn verlief die Partie allerdings in den prognostizierten Bahnen. Mit nur einem Punkt aus den Doppelspielen durch Tomas Kabelka und Michal Jirasek gerieten die Elektroniker 1:2 in Rückstand. Die Gespanne Martin Merker/Stefan Meiner und Holger Anhut /Alister Seltmann gaben mit 2:3 beziehungsweise 0;3 ihre Punkte ab.

Danach konnte zwar Spitzenspieler Kabelka sein erstes Einzel glatt mit 3:0 gewinnen - doch als in der Folge sowohl Jirasek als auch Merker und Anhut verloren und es plötzlich 2:5 stand, schien sich eine Niederlage anzubahnen, der Rückstand kaum noch zu korrigieren.

Doch Stefan Meiner und Alister Seltmann leiteten im Anschluss die Wende ein. Angefeuert von den 50 Zuschauern setzten sich beide in fünf Sätzen durch, sodass es mit 4:5 in die Halbzeit ging.

Angespornt von diesem Weckruf legten Kabelka und Michal zu Beginn des zweiten Durchgangs noch eine Schippe drauf und drehten mit zwei Siegen die Partie zum 6:5. Danach behaupteten die Gastgeber den knappen Vorsprung. Der erst 16-jährige Seltmann hatte es schließlich in der Hand, den Doppelpunktgewinn zu sichern. Nach großem Kampf scheiterte er hauchdünn im fünften Satz mit 10:12. Im anschließenden Entscheidungsdoppel mussten Tomas Kabelka und Michal Jirasek die Überlegenheit der Gäste anerkennen und verloren mit 0:3. Hinterher mussten die Gornsdorfer ihren Jüngsten erst einmal wieder aufbauen. "Alister war tieftraurig nach seiner Niederlage. Aber er wird auf jeden Fall seinen Weg machen", sagte Stefan Meiner, der trotzdem stolz auf die Leistung des Teams war. "Das war eine denkwürdige Begegnung. Werbung für den Tischtennissport", sagte er.

Die zweite Mannschaft des TSV Elektronik bleibt in der Landesliga Tabellenführer Wurzen dicht auf den Fersen. Bei Aufbau Chemnitz holten die Gornsdorfer den dritten Sieg im dritten Spiel und gewannen knapp mit 9:7. Auch in dieser Partie lagen die Erzgebirger zunächst deutlich zurück, sogar mit 2:6, und starteten danach die Aufholjagd. Am Ende fiel die Entscheidung in einem zusätzlichen Doppel, das André Brückert und Stefan Meiner, der am Wochenende zweimal ran musste, mit 9:7 für sich entschieden.

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