Endurist kehrt als bester Deutscher heim

Zum dritten Mal hat der Wiesaer Marcel Teucher zum Extrem-Enduro das Ziel in den Karpaten erreicht. Und doch fehlt etwas zu den Allerbesten.

Wiesa.

Die dritte Finisher-Medaille hat Marcel Teucher nunmehr von den Red Bull Romaniacs im heimischen Schrank liegen. Am Samstagabend hat sie der Wiesaer von Rennorganisator Martin Freinadametz in Rumänien bekommen. Bei seinem dritten Auftritt in den Karpaten erreichte er damit zum dritten Mal die Zielflagge eines der härtesten Mehrtagesrennen der Welt.

"Ich war in den Wochen vor dem Extremenduro erkältet und musste mein Training umstellen. Obwohl dies für dieses Mal nicht die besten Voraussetzungen waren, habe ich so gut wie möglich abgeschnitten", so Teucher. Fitness sei während der langen und kräftezehrenden Renntage das Wichtigste, betont der junge Mann, der vor wenigen Tagen seinen 28. Geburtstag gefeiert hat.

Im Prolog im Herzen von Sibiu landete der Erzgebirger zunächst zweimal unsanft. Nach den heftigen Stürzen stand Rang 18 im 110 Fahrer umfassenden Starterfeld der Silberklasse zu Buche. Tags darauf ging es in die härteste Offroadetappe. Von den 109 Enduristen erreichten nur 44 das Ziel, die Ausfallquote betrug also deutlich mehr als 50 Prozent. Mit Rang 11 ging es für den Wiesaer jedoch um einige Plätze nach vorn, er lieferte sich ein Sekundenduell mit Robert Szakas. Nach 24 Stunden Fahrzeit trennten diese beiden nur rund zwei Minuten. Der Einheimische zog aber den kürzeren, Teucher blieb in der Addition aller Tage Elfter. "Ich hatte mir die Top 10 als Ziel gesetzt. Es waren aber die Neuseeländer und Australier, die diese Positionen unter sich ausmachten. Sie waren besser, sind fast alle Profis", so der Bürokaufmann, der die vier Abschnitte mit jeweils mehr als 140 Kilometern Streckenlänge als sehr lang einstufte. "Zudem empfand ich das Niveau in der Silberklasse dieses Jahr als extrem hoch. Die 15 Besten hatten fast das Können, um in der mit mehr Spezialprüfungen gespickten Goldkategorie mitzuhalten", schilderte Teucher seine Eindrücke. "Am Ende bester Deutscher zu sein, stimmt mich zufrieden", so der Wiesaer, der 2004 in Zschopau beim Klassik-Enduro den ersten Wettkampf bestritten hatte. Vor allem lobte er seine Truppe: "Während Dennis Schönfelder jeden Abend meinen Körper auf Vordermann gebracht hat, haben dies Markus Groschopp und Sven Reinwarth mit der Maschine gemacht. Ich konnte noch nie so entspannt und ausgeruht in die Rennen gehen."

Das nächste Extremenduro führt den 28-Jährigen erneut nach Rumänien, Ende August nach Timisoara. Dort dreht dann neben Teucher auch dessen Enduro-Team-7-Kollege Felix Bräuer aus Cunersdorf wieder mit am Gasgriff. (mit enis)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...