Enkel und Gesundheit rücken in den Vordergrund

Herber Verlust für die Tischtennis-Abteilung des SV Kühnhaide: Ab der neuen Saison muss der Erzgebirgsligist ohne zwei Routiniers auskommen.

Kühnhaide.

Obwohl die Tischtennis-Spieler des SV Kühnhaide ihr letztes Saisonspiel gegen Mildenau klar mit 13:2 gewinnen konnten, war die Freude hinterher leicht getrübt. Schließlich muss der Tabellenvierte der Erzgebirgsliga Ost schweren Herzens zwei Leistungsträger ziehen lassen. Sowohl Josef Obornik, der 17 Jahre für den SVK aktiv war, als auch Andreas Liebscher, der es auf fünf Jahre bringt, müssen aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten. Beide blicken zurück auf erfolgreiche Jahre, konnten sie doch mehrfach mit Kühnhaide den Kreispokal gewinnen. "Für die Zukunft hoffen wir, dass sie mal wieder hier vorbeischauen", so Mannschaftsleiter Gerd Langer.

Josef Obornik, der die Liga-Rangliste des ersten Paarkreuzes als Nummer 1 abschloss, setzte mit dem Spiel definitiv den Schlusspunkt unter seine Karriere. "Ich fühle mich deshalb etwas schlecht, denn meine Kollegen waren wie eine Familie für mich. Ich habe gern in Kühnhaide gespielt, doch ich bin gesundheitlich nicht mehr auf der Höhe und muss mich erholen", so der 66-Jährige. Gleichzeitig gab er der Mannschaft für die Zukunft etwas mit auf den Weg. "Das Motto sollte lauten: Wir schauen nach vorn und gewinnen", betonte der Tscheche, der in seinem Abschied auch neue Chancen sieht: "Die Spieler der zweiten Mannschaft müssen jetzt ran." Auch in seiner Heimat will Obornik künftig nicht mehr zur Kelle greifen. "Die Rakete wird nicht mehr gezündet", schmunzelte der Oldie, der nun in eine andere Rolle schlüpfen will. "Denn mein Sohn hat eine kleine Tochter, um die wollen meine Frau und ich uns jetzt mehr kümmern. Hierin liegt meine Motivation."

Den 53-jährigen Andreas Liebscher drängen allein gesundheitliche Probleme zum Ausstieg. "Ich nehme mir eine Auszeit, um meinen Rücken auszukurieren. Ohne Frage macht es mir nach wie vor viel Spaß, doch mit meinen Problemen nimmt man sich zu sehr in Acht, und das ist auch nicht gut für die Mannschaft, für die man spielt. Ich werde den außerordentlichen Zusammenhalt in Kühnhaide nie vergessen", sagte der Routinier, der vor seiner Zeit beim SVK 30 Jahre lang für die SG Sorgau gespielt hatte.

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