Eric und Erik - zwei Garanten des EHV-Erfolgs in eigener Halle

Handball-Zweitligist Aue hat sein erstes Heimspiel in dieser Saison letztlich klar gewonnen: 32:27 gegen den Aufsteiger TSV Bayer Dormagen. Während ein Akteur zehn Tore erzielte, ließ ein anderer etliche Kontrahenten verzweifeln.

Lößnitz.

Zu den Baustellen beim Handball-Zweitligisten EHV Aue hat in der vorigen Saison die Treffsicherheit bei Siebenmeter-Würfen gehört. Viel zu viele Chancen ließen die Erzgebirger bei solchen Gelegenheiten liegen. Am Sonntag im Heimspiel gegen den TSV Bayer Dormagen stellte Kapitän und Geburtstagskind Eric Meinhardt - er wurde 33 - einmal mehr unter Beweis, dass diese Baustelle geschlossen wurde. Er hatte, auch mit Strafwürfen, großen Anteil am 32:27-Erfolg (16:15).

"Eric hatte schon im vergangenen Jahr ganz gute Quoten von der Linie", sagte EHV-Coach Stephan Swat. Sein Team suche allerdings immer auch einen zweiten sicheren Akteur für diese Aufgabe. "Benas Petreikis hat sich da sehr hervorgetan." Von einem Trainingsschwerpunkt in der Saisonvorbereitung will Swat aber nicht sprechen. Nach dem Training würden generell immer ein paar Siebenmeter geworfen.

Das Geburtstagskind, für das es vor dem Anpfiff von der Mannschaft einen kleinen Kuchen mit Kerze gab, trat am Sonntag achtmal an die ominöse Linie. Siebenmal verwandelte Meinhardt souverän. Nur beim letzten Versuch scheiterte er an Dormagens Schlussmann Eloy Morante Maldonado. Mit insgesamt zehn Treffern - davon drei aus dem Spiel heraus - wurde der 33-jährige Auer bester Werfer in der Begegnung.

Zum Erfolg im Heimspiel trugen auch die anderen im Team bei, und maßgeblich ein Mann zwischen den Pfosten. Nachdem am ersten Spieltag der "alte Mann", der 44-jährige Radek Musil, einen Sahnetag erwischt hatte, war es diesmal Erik Töpfer, an dem sich die Kontrahenten die Zähne ausbissen. Streckenweise konnten sich die 1200 Zuschauer in der Erzgebirgshalle Lößnitz des Eindrucks nicht erwehren, dass der 21-Jährige nicht nur je zwei Arme und Beine hatte. Mehr als die Hälfte aller Bälle, die auf ihn zukamen, parierte er. Immer wieder ballte er also nach einem vereitelten Angriff die Fäuste; vor allem nach der Pause war er kaum zu stoppen.

"Erik Töpfer ist sehr ehrgeizig, hatte am Sonntag auch eine sehr gute Abwehr vor sich", schätzt Swat ein. Generell sei der Konkurrenzkampf auf der Torhüterposition groß. Neuverpflichtung Vilius Rasimas kämpfe ebenso um Spielanteile. "Das ist gut so, weil jeder mal einen schlechten Tag hat. Dann hoffen wir, dass die anderen beiden zünden", so der Coach, der sich in seiner Einschätzung des TSV Bayer Dormagen bestätigt sah. Die Gäste überzeugten mit schnellen Ballstafetten, nutzten jede Chance zum Gegenstoß. Mehrfach kam es vor, dass der EHV ein Tor noch gar nicht gefeiert hatte, der TSV aber schon den Gegentreffer erzielte. So wechselten sich die Teams in der ersten Halbzeit mehrfach mit der Führung ab. Doch es waren die Gastgeber, die mit einem Tor Vorsprung in die Kabine gingen und sich diese Führung dann auch nicht mehr nehmen ließen.

Die Gastgeber kamen nach der Pause wie die Feuerwehr aus der Kabine und fegten regelrecht übers Parkett. Nach sechs Minuten führten die Aue verdient mit 20:17. Dabei spielten die Gäste in der Phase zum Teil in doppelter Unterzahl. Nur noch einmal bis zum Abpfiff kam der Aufsteiger bis auf ein Tor heran.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...