"Erst jetzt wird es sich zeigen"

In der Vorbereitung haben die Trainer der vier ErzgebirgsligistenausderRegion viel Positives gesehen. Dassdas intensive Training derFußballerFrüchteträgt, ist vor dem Rückrundenauftakt am Sonntag aber längst nicht garantiert.

Gelenau.

Ungewissheit ist dieser Tage Tobias Moritz, Patrick Schmidt, Olaf Mehnert und Kay Zaffrahn anzumerken. Sie trainieren die vier Teams, die am Sonntag, 15 Uhr, in die Rückrunde der Fußball-Erzgebirgsliga starten. Ihre Emotionen bewegen sich zwischen Hoffen und Bangen, wobei Ersteres vor allem auf den SV Großrückerswalde (8.) zutrifft, der daheim gegen den Oelsnitzer FC (6.) eine starke Rückrunde einläuten will. Bangen gilt für das restliche Trio, das sich im Abstiegskampf befindet. Eine Chance zum Befreiungsschlag bietet sich dem SVBlau-Weiß Deutschneudorf (11.), der beim Schlusslicht Bermsgrün Punkte anpeilt. Für den BSV Gelenau (12.) und den FV Krokusblüte Drebach/Falkenbach (10.) ist das direkte Duell richtungsweisend.

SV Großrückerswalde (19 Punkte/32:33 Tore): "Erst jetzt wird es sich zeigen", sagt Tobias Moritz einen Satz, der auch aus dem Mund aller anderer Trainer stammen könnte. Zwar ist der Großrückerswalder Coach mit der Vorbereitung zufrieden - vor allem, was "Spielaufbau und offensive Raumaufteilung" angeht. Ob sich die gute Leistung aus den Testspielen aber in der Liga fortsetzt, darauf ist Moritz gespannt, wie er zugibt: "Punktspiele sind etwas komplett anderes." Dabei kommt viel auf den Start an, um - wie angepeilt - in der Rückrundentabelle weit vorn zu landen. "Zu Saisonbeginn standen wir nach drei Spielen mit null Punkten da", so Moritz.

FV Krokusblüte Drebach/Falkenbach (16/28:26): Im Fall der Krokusse ist die Ungewissheit vor allem personell bedingt. Nicht, dass sich der neue Coach Patrick Schmidt in seinem Umfeld noch nicht auskennt - der Nachfolger von Steffen Ziffert ist schließlich in Drebach groß geworden. Nun muss er allerdings auf fünf Spieler verzichten, Paul Haustein (Studium) und Clemens Reuter (verletzt) werden sogar die komplette Rückrunde verpassen. Dafür kann Schmidt auf den Ex-Olbernhauer Björn Siegert bauen sowie die Routiniers Martin Horn und Nico Reuter, die aus der zweiten Mannschaft aufrücken. Zugleich setzt er auf den Teamgeist. "Die Jungs haben in der Vorbereitung super mitgezogen", sagt der Coach, der speziell eine Schwäche ausmerzen will: "In der Defensive stehen wir gut. Wir müssen uns aber offensiv für unseren Aufwand belohnen."

SV Blau-Weiß Deutschneudorf (16/29:33): Im Fall der Blau-Weißen ist es umgekehrt. Sie waren in der Hinrunde zwar im Angriff immer für Tore gut, wirkten aber hinten unkonzentriert. "Wir waren oft die bessere Mannschaft, haben uns aber zu viele Fehler geleistet", sagt Olaf Mehnert. In der Winterpause wurde speziell daran gearbeitet, was zu Umstellungen führte. "Einige spielen jetzt auf anderen Positionen", sagt der Trainer, der sich zudem über die Rückkehr von Vaclav Blaha freut. Trotz seiner 45 Jahre verleihe er nach auskuriertem Achillessehnenriss der Defensive wieder deutlich mehr Stabilität, zumal Martin Müller und Benjamin Kreher weiterhin fehlen. Mit mehr Ruhe in der Abwehr soll der Sprung ins gesicherte Tabellenmittelfeld gelingen.

BSV Gelenau (12/15:48): Die Aufgabe für die Mannschaft ist nach der misslungenen Hinrunde klar: So schnell wie möglich den Klassenerhalt klarmachen, wie Spielertrainer Kay Zaffrahn betont. Ein Sieg gegen die Krokusse wäre da der erste Schritt, auch wenn der BSV-Coach ahnt, was seine Elf erwartet. "Drebach wird auch aufgrund des Trainerwechsels hoch motiviert sein. Und so wie ich Patrick Schmidt kenne, wird er die Mannschaft top einstellen", so der Gelenauer, zumal die Tabelle nicht die "wahre Stärke" der Gäste widerspiegelt. Immerhin: Zaffrahn kann auf den kompletten Kader zurückgreifen. "Wir haben viel gearbeitet in der Winterpause", sagt er. "Hoffen wir, dass wir das am Sonntag auch zeigen können."


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