Erster und Letzter bewegen sich kaum vom Fleck

Auf den Fußballplätzen im Erzgebirge herrscht Sommerpause. Für "Freie Presse" Gelegenheit zu einem Saisonfazit - heute zur Kreisliga West.

Aue/Schwarzenberg.

4,3 Tore pro Spiel und 786 Treffer haben die Fußballer in der Kreisliga West vorige Saison erzielt. Ein passabler Schnitt. Wobei ein Team aus allen hervorstach: der FSV Sosa.

Mit 73 Zählern belegte die Elf unangefochten Platz 1 und war fast die gesamte Spielzeit über Spitzenreiter. 126:33 Tore sprechen für sich. Die meisten Treffer gelangen Philipp Unger, der das runde Leder 43-mal in des Gegners Kasten versenkte. Wie herausragend das ist, zeigt der Vergleich mit dem teaminternen Verfolger: Nicky Häcker traf 20-mal. Schon zur Hinrunde hatte der FSV 15 Zähler Vorsprung auf Verfolger Bockau, der ohnehin aufs Aufstiegsrecht verzichtete. Die Rückrunde lief ähnlich erfolgreich, so stand die Mannschaft früh als Meister und Aufsteiger fest. Die Fieberkurve mutet fast sagenhaft an: Von Platz 2 am 1. Spieltag ging es eine Woche später auf Rang 1 und nie wieder runter. Nur eine Niederlage und ein Remis stehen 24 Siegen gegenüber. Die Sosaer sorgten - wie die Grünhain-Beierfelder - für eines der beiden zweistelligen Ergebnisse, und zwar beim 10:1 über Stollberg II Ende März. Vorbildlich agierte der Aufsteiger in Sachen Fairness. Jahrelang hat der FSV um den Sprung nach oben gekämpft und darf sich jetzt in dieser Spielklasse messen.

Federn ließen in der Rückrunde die Verfolger Bockau, Schneeberg II, Zwönitz und Grünhain-Beierfeld. Mit Gornsdorf (49 Punkte) schob sich der Sechste der Hinrunde auf den Silberrang, der ja teils als Aufstiegsplatz gehandelt wurde. Der VfB (44) als Dritter vor Bockau (43) hatte in Florian Müller mit 18 Treffern seinen erfolgreichsten Torschützen. Grünhain-Beierfeld strauchelte nach dem Durchmarsch auf Platz 2 vom 11. bis zum 19. Spieltag, als es bis auf Rang 8 runter ging.

Mit Blick auf die Fairness vorbildlich, aber künftig eine Klasse tiefer spielen der SV Eisen Erla-Crandorf (21) und der Eibenstocker BC (11), der - vergleichbar mit Sosa an der Spitze - seinen Platz am Ende der Tabelle am 3. Spieltag einnahm und nie wieder verließ. Zu verdauen sind 21 Niederlagen. Ein bisschen besser schlugen sich die Eisernen als Aufsteiger, schafften aber nur vier Siege - bei 13 verlorenen Duellen und neun Remis, die zu viele Zähler kosteten. Das rettende Ufer war nur sechs Punkte entfernt. Nun geht es nach nur einer Saison wieder runter in die 1. Kreisklasse. Immerhin bis ins Mittelfeld berappelte sich der Lauterer SV, der zur Hinrunde Vorletzter war. Mit dem 14. Spieltag fing sich die Viktoria-Elf und arbeitete sich bis auf Rang 7 nach oben. Auch Affalter und Raschau-Markersbach durchschritten die Talsohle und fanden sich im Mittelfeld wieder.

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