Erzgebirger bringen Wölfe zum Heulen

Den zweiten Auswärtssieg in Folge hat der EHV Aue bei DJK Rimpar gefeiert. Beim 19:16 (12:11) aus Sicht der Gäste zeichnete sich vor allem die Abwehr aus.

Aue.

Auch nach der Wolfsjagd hat es im Bus - wie schon zuletzt - das eine oder andere Mal "plopp" gemacht: Mit einem kühlen Pils in der Hand traten die Zweitliga-Handballer des EHV Aue am Sonnabend die Heimreise von der SG DJK Rimpar aus Würzburg an. Dem verdienten Lohn ging ein 19:16 (12:11) gegen die Wölfe voraus. Für Aue war es der zweite Auswärtssieg in Folge und - mit dem Ost-Derby gegen Dessau-Roßlau - der dritte Erfolg in Serie.

Volle Ausbeute also. Sechs Punkte aus drei Spielen bedeuten für den EHV aktuell Tabellenrang 7. Wobei zum Feiern wenig Zeit bleibt, denn erneut liegt vor den Männern um Interimscoach Rúnar Sigtryggsson eine englische Woche. So müssen die Auer schon diesen Mittwoch wieder ran - das dritte Mal in Folge auf fremdem Parkett: im brisanten Sachsen-Derby gegen den HC Elbflorenz Dresden. Den Schwung, um in der Landeshauptstadt selbstbewusst aufzulaufen, haben sich die Auer am Sonnabend geholt. EHV-Manager Rüdiger Jurke lobte insbesondere die "hammerharte Abwehr", wofür am Ende auch die vergleichsweise geringe Zahl von nur 16 Gegentoren sprach. Dieser Bilanz und insbesondere der erneut außergewöhnlichen Leistung von Aues Torhüter Anadin Suljakovic zollten selbst die Moderatoren auf Sportdeutschland-TV Respekt. Der Mann mit der Nummer 12 - er stammt aus Katar und ist von Wetzlar ausgeliehen - hat bei der HSG scheinbar eine hervorragende Torwart-Schule durchlaufen. Denn nicht einmal ein harter Treffer mitten ins Gesicht, wofür Rimpars Siebenmeterschütze Patrick Schmidt in der 56. Minute die Rote Karte sah, konnte den 1,96 Meter großen Katzen-Fan und Rechtshänder stoppen. Er blieb mit Wattebausch in der Nase auf dem Parkett und blickte nach Abpfiff auf 14 Paraden, zwei gehaltene Strafwürfe und eine Bilanz von 70 Prozent gehaltener Bälle.

Da ließ es sich auch verschmerzen, dass Kreisläufer Kevin Lux nach drei Zeitstrafen in der 39. Minute auf die Tribüne musste. Dem Spielfluss in der zweiten Halbzeit tat das kaum Abbruch. Agierten beide Teams in Hälfte eins noch auf Augenhöhe, zogen die Auer nach der Pause das Spiel merklich an sich - und dank einer besseren Chancenverwertung zwischenzeitlich bis auf vier Tore davon (16:12/45.). Zwar blieben die Wölfe bissig und verkürzten in der Schlussphase wieder auf 16:18 (58.), doch Bengt Bornhorn - bester Werfer mit sechs Treffern - machte mit dem Siebenmeter zum 19:16 (58.) für den EHV alles klar. Folgt diesen Mittwoch gegen Dresden (4./22:14) der vierte Streich? Zuzutrauen wäre es den Auern (7./17:13), die gerade richtig gut in Fahrt sind.

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