Erzgebirger setzt Meilenstein

Ole Stark hat seinen Sport in Sachsen auf eine neue Stufe befördert. Dem Mann aus Auerbach ist es gelungen, an mehreren Stellen Gas zu geben.

Auerbach/E..

Als Ole Stark 2016 das Amt des Geschäftsführers beim Sächsischen Landesfachverband Motorsport (SLM) übernommen hat, geschah dies mit anspruchsvollen Zielen. Und in wenigen Jahren hat es der Auerbacher geschafft, entscheidende Töpfe anzuzapfen und "seine Disziplinen" in der großen allgemeinen Sportwelt des Freistaates salon- und vor allem eben förderfähig zu machen.

Als Meilenstein wird das bezeichnet, was dem 53-Jährigen aus dem Erzgebirge gelungen ist. Denn während Olympia- und Massensportarten, auch im Breitensport, seit der Wende durch den Landessportbund (LSB) gefördert werden, fristete der Motorsport diesbezüglich ein bescheidenes Dasein. Nun ist dies anders. "Zu meinen ersten Anliegen gehörte es deshalb, mit dem LSB Kontakt aufzunehmen und zu klären, was wir tun müssen, um ebenfalls gefördert zu werden", blickt der Motorsportenthusiast zurück. Als Vorsitzender des MSC Lugau war er bei der Neuausrichtung des SLM für die Geschäftsführung ins Spiel gebracht worden - und machte sich sofort daran, dem Landessportbund aufzuzeigen, dass sich der sächsische Motorsport längst im organisierten und somit förderungswürdigen Bereich befindet. Mit aktuell 3996 organisierten und beim Landessportbund registrierten Sportlern gehören die Motorsportler in die dritte Kategorie der Förderrichtlinie. Ein weiterer Punkt ist die eigenverantwortliche Organisation von Veranstaltungen. Da es längst zahlreiche ehrenamtliche Trainer, Rennleiter, Sport- und Technikkommissare unter den Motorsportlern gibt, sind sie auch dahingehend bestens aufgestellt. Hinzu kommt, dass Sachsen aufgrund jahrelanger guter Vereins- und Nachwuchsarbeit durch viele Sportler bei deutschen, europäischen und weltweiten Meisterschaften erfolgreich vertreten wird. Julius Tannert aus Lichtentanne in der Rallye-Junioren-WM, Edward Hübner aus Penig, Andreas Beier aus Krumhermersdorf und Luca Fischeder aus Geringswalde in der Enduro-WM, Maximilian Kappler aus Oberlungwitz in der Supersport-300-WM und Jeremy Sydow aus Chemnitz in der Motocross-WM sind einige Beispiele dafür.

Beim Aufbau verschiedener Talentstützpunkte konnte ebenso Vollzug gemeldet werden, sind doch die Motocrosser des MSC Thurm, die Enduristen des Offroadclubs Hilmersdorf, die Motorradtrialer des MSC Thalheim und die Fahrer des in der neuen Arena E in Mülsen ansässigen Kartclubs Sachsen dahingehend eingeordnet. "Man hat im Landessportbund inzwischen erkannt, dass wir eine attraktive und gut besuchte Sportart sind und einen gewissen Mehrwert für den Sport im Freistaat darstellen. Außerdem haben wir schon einige Meistertitel in und für den Freistaat geholt und werden das auch weiterhin tun. Mit einer entsprechenden Förderung sollte das nun noch besser gelingen", lautet Starks Zwischenbilanz. Die jährlich rund 15 Prädikatsveranstaltungen, die von den Vereinen hierzulande organisiert werden, ergänzen den positiven Gesamteindruck, der logischerweise aktuell durch die Corona-Pandemie sprichwörtlich ausgebremst wird.

Alle sehen deshalb der Zukunft gespannt entgegen und hoffen, dass es bald losgehen kann. Große und Prädikatsrennen benötigen eine lange Vorlaufzeit. Der für Oktober geplante Enduro-Weltmeisterschaftslauf "Rund um Zschopau" steht exemplarisch dafür. "Kleinere sowie Breiten- und Clubveranstaltungen können dagegen recht schnell auf die Beine gestellt werden", macht Ole Stark deutlich.


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