Erzgebirger starten in Thüringen in die Rückrunde

Die Bundesliga-Ringer des FC Erzgebirge Aue sind nach längerer Pause morgen wieder gefordert. Sie rechnen sich in Greiz durchaus Chancen aus.

Greiz.

Mit einem Ostderby starten die Bundesliga-Ringer des FC Erz- gebirge Aue morgen in die Rückrunde. 19.30 Uhr treten sie beim RSV Rotation Greiz an. Da zu diesem Duell rund 1000 Fans erwartet werden, dürfte sich die Sporthalle an der Eisbahn wieder einmal in einen wahren Hexenkessel verwandeln.

Dennoch ist FCE-Trainer Björn Schöniger optimistisch: "Greiz hat vorigen Sonnabend beim TSV Westendorf, der zuvor Vorletzter war, überraschend seinen ersten Rückrundenkampf mit 8:20 verloren. Das gibt uns für den Auftakt in die zweite Hälfte der Saison neuen Mut." Zeige es doch, dass die Thüringer durch den Wechsel der Stilart in den meisten Gewichtsklassen offenbar nicht mehr so stark aufgestellt sind wie in der Hinrunde.

Für morgen rechnet Schöniger mit einem 50:50-Duell, das seine Männer durchaus am Ende erfolgreich gestalten können. Denn der Tausch der Stilart kommt den Auer Mattenfüchsen entgegen. In der Klasse bis 57 Kilogramm zum Beispiel wird jetzt griechisch-römisch gekämpft, und da hat Aue ein Ass im Ärmel: den Polen Mariusz Los, der in der Hinrunde bereits im 61-Kilogramm-Limit überzeugt hat und nun eine Klasse tiefer noch deutlich stärker einzuschätzen ist. "Und es bringt eine ganz andere Motivation für die Mannschaft, wenn jeweils gleich der erste Kampf gewonnen werden kann." Mit Mariusz Los gebe es da nun einen Punktegaranten. Im 130-Kilogramm-Limit im freien Stil schicken die Erzgebirger in der Rückrunde Mateusz Filipczak auf die Matte. "Wenn alles klappt, ha-ben wir da auch einen Sieg in der Tasche", sagt Schöniger.

Im Einsatz ist jetzt außerdem wieder Rolf Linke (98 kg/klassisch). "Voriges Jahr war er ja nach einer Hand-Operation nicht so gut drauf, doch inzwischen trainiert er wieder richtig", erklärt Schöniger. In der Freistilklasse bis 75 Kilogramm kommt es morgen zu einem Duell alter Bekannter: Für Aue tritt Brian Bliefner an und für Greiz Daniel Sartakov. "Es ist der ewige Kampf, den bisher leider zu oft Daniel Sartakov für sich entschieden hat", sagt Schöniger, der Hoffnung hegt: "Wenn Brian gleich den Schub von unten mitnimmt, gelingt es vielleicht diesmal, den Bock umzustoßen." Die- se Auseinandersetzung ist für den Trainer einer der Schlüsselkämpfe. Ebenso das Duell zwischen Krisz- tian Jäger (75 kg/k) vom FCE und Dawid Karecinski von den Thüringern, der in der vergangenen Saison noch für die WKG Pausa/Plauen gerungen hat und damals knapp gegen Jäger gewinnen konnte.

Die zweite Auer Vertretung ist in der Landesliga morgen ab 19.30 Uhr bei der Kampfgemeinschaft SAV Leipzig/Großlehna/KFC II gefordert. Nach dem jüngsten 14:14 gegen die WKG Gelenau II/Chemnitz hofft Chefcoach Björn Schöniger, dass seine Truppe den Schwung mitnimmt und vielleicht mit einem Sieg nach Hause kommt.

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