Erzgebirger von Stimmung überwältigt

Die Enduro-Piloten Bruno Wächtler und Marcel Teucher sind mit guten Ergebnissen ins Jahr gestartet. Innerhalb der Weltmeisterschaftsrennen in Riesa mischten beide in der nationalen Klasse mit.

Wiesa/Herold.

Die Anspannung ist den Erzgebirgern schon vor dem ersten Training zum Indoor-Enduro in Riesa anzumerken gewesen. "Ich kenne zwar den Ablauf noch vom vergangenen Jahr in Polen, aber ein Start vor heimischem Publikum ist noch einmal etwas ganz anderes", schilderte Marcel Teucher vor den ersten Metern auf der Strecke in der Sachsen-Arena seine Gefühle. Der Wiesaer und Bruno Wächtler aus Herold starteten in der nationalen Klasse, die im Rahmen der Super- Enduro-Weltmeisterschaft ausgetragen wurde. "In Lodz bin ich damals in der Weltmeisterschaftswertung gestartet. Doch das Niveau ist nochmals gestiegen, sodass es gut ist, dass es eine zusätzliche deutsche Klasse gibt", gab der Wiesaer zu.

Im Training lief es für ihn und seinen KTM-Teamkollegen schon ganz gut. Als Scharfrichter erwies sich aber eine aus Baumstämmen gebaute Konstruktion, die sogar den WM-Startern einige Probleme bereitete. Auch in beiden Rennen duellierten sich die Erzgebirger mehrmals. Teucher, der 27-jährige Bürokaufmann, erreichte die Plätze 7 und 8. Wächtler, der mit 22 Jahren als Mechatroniker im heimischen Betrieb arbeitet, kam auf den Rängen 10 und 7 ins Ziel. "Es war eine anspruchsvolle, schwierig zu fahrende Strecke. Für mich stellte sie zudem Neuland dar, weil ich so etwas noch nicht trainiert hatte und keine Erfahrung bei derartigen Rennen besaß", so Wächtler, bei dem es von Runde zu Runde besser lief. "Das Problem auf dem engen Kurs ist, die geeignete Linie zu finden, wenn alle beim Start lospreschen. Wer sich nicht den richtigen Weg bahnt, landet gleich ganz hinten und hat keine Chance mehr, nach vorn zu kommen", betonte der Herolder. Er hatte sich vorrangig als Ziel gesetzt, nicht zu stürzen und vernünftig durchzufahren. Vorn mitzufahren, sei da eher ein Glücksspiel. "Man hat bei den WM-Startern gesehen, wie die durch das Steinfeld fahren. Das war schon genial, ist jedoch für mich als Endurofahrer nicht mein Metier. Es hat aber ohne Zweifel sehr viel Spaß gemacht, in so einer vollen Halle am Gas zu drehen. Einfach Wahnsinn", sagte der 22-Jährige nach den Starts vor rund 6000 Zuschauern. Dass mit Derrick Görner aus Gornau ein anderer Erzgebirger beide nationalen Läufe in der Sachsen-Arena gewann, freute ihn ebenso. Dennoch: "Wer dieses Super-Enduro erfolgreich fahren will, muss die speziellen Anforderungen trainieren", so Wächtler, der auf eine Neuauflage hofft.

Eins steht sowohl für den Wiesaer als auch den Herolder fest: 2016 wollen sie wieder am Startgatter stehen. "Wir würden uns sogar eine Deutsche Meisterschaft im Indoor- Enduro wünschen", sagen sie. Schließlich seien die Massen in der Halle fasziniert gewesen, was Ende Januar zum "Kings of Extrem" in Leipzig wohl auch so sein wird. Dort werden wieder viele Erzgebirger spektakuläre Vorstellungen bieten.

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