Erzgebirger wollen im hohen Norden punkten

Handball, 2. Bundesliga: EHV Aue trifft auf den VfL Lübeck-Schwartau

Aue.

Die weite Reise nach Schleswig-Holstein soll sich für die Zweitliga-Handballer des EHV Aue lohnen. "Dazu müssen wir voll konzentriert in diese Aufgabe gehen", sagt Trainer Stephan Swat, der vor der rund 550 Kilometer langen Auswärtsfahrt zum VfL Lübeck-Schwartau von Ruhepolster nichts hören will. Am Donnerstag ab 19.30 Uhr fordert er von seinen Männern in der vorgezogenen Partie einmal mehr vollen Einsatz.

Denn zwar belegen die Erzgebirger derzeit einen aus ihrer Sicht durchaus komfortablen und erfreulichen Tabellenplatz 11 im Feld von 18 Teams. "Doch das heißt nichts", so Aues Chefcoach Swat. So sei die Liga härter und somit leistungsmäßig enger beieinander wie selten zuvor. Das zeige allein der Blick auf die Punkte. "Der HSV Hamburg mit einem Zähler mehr als wir ist Sechster." Konstanz indes findet sich mit vier Punkten weniger bereits in der Abstiegszone wieder. "Das geht ganz schnell." Deshalb lag nach dem umjubelten 24:23-Heimsieg in der heimischen Erzgebirgshalle in Lößnitz der Fokus voll auf der Auswärtsaufgabe im hohen Norden. Wie die Erzgebirgshalle kann auch die Hansehalle des VfL zur "Hansehölle" werden. "Wir müssen versuchen, das von Beginn an zu unterbinden", so Swat. Der Druck bei den Gastgebern dürfte hoch sein. So läuft die Saison für Lübeck-Schwartau bisher alles andere als rosig. Das Team belegt mit 9:15 Zählern aktuell Rang 14 und unterlag zuletzt beim Siebten, dem TuS N-Lübbecke, deutlich mit 21:26 (9:13).

Der EHV Aue hat gegen die Nordlichter noch eine Rechnung offen. So endete die jüngste Begegnung in Lößnitz mit einer ganz knappen 26:27-Niederlage für die Gastgeber. Diese Scharte gilt es nun auszuwetzen. Personell stehen Swat voraussichtlich alle Spieler zur Verfügung. "Natürlich hat es im packenden Duell mit Hamburg einige Blessuren gegeben", sagt er. Doch die seien kuriert. "Wir müssen unsere Sinne schärfen, wachsam bleiben. Nach wie vor zählt jeder Punkt." Swat erwartet seitens des VfL eine traditionell gute Abwehr. "Mit einem der besten Torhüter-Duos der ganzen Liga." Umso wichtiger sei für die Auer eine effektive Chancenverwertung. "Und ein gutes Rückzugsverhalten." Denn Lübeck-Schwartau setze auf ein hohes Tempo. Am Feiertag ging die Reise los. "Nach der Übernachtung sind wir hoffentlich wach und fit genug für einen Erfolg", so Swat.

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