Erzgebirger wollen im Norden die nächste harte Nuss knacken

Drei Zähler aus zwei Partien - der Saisonstart für Handball-Zweitligist EHV Aue ist gelungen. Nun soll morgen Abend beim Wilhelmshavener HV nachgelegt werden.

Der Auer Benas Petreikis (r.) im Zweikampf mit Duncan Postel vom Wilhelmshavener HV beim bisher letzten Aufeinandertreffen beider Teams im März. Damals trennten sich die Mannschaften unentschieden.

Von Ralf Wendland

Ist das Abschlusstraining heute absolviert, geht es für die Zweitliga-Handballer des EHV Aue ab in den Bus. Die Fahrt führt die Mannschaft von Trainer Stephan Swat in den Raum Hannover, wo die Erzgebirger übernachten werden. Morgen geht es dann die restlichen Kilometer bis nach Wilhelmshaven, wo die Auer am Abend ihr drittes Spiel in der noch jungen Saison bestreiten. In der Nordfrost-Arena ist 19.30 Uhr Anwurf gegen den Wilhelmshavener HV.

Die Jadestädter haben sich junge Leute ins Team geholt. "Die größte Verstärkung kommt bei Wilhelmshaven aus dem eigenen Verein", weiß der EHV-Coach. Denn mit dem Linkshänder René Drechsler, der nach einem Kreuzbandriss wieder auf dem Parkett steht, kehrt einer der Haupttorschützen zurück. Swat ist sich bewusst, dass die Gegner mit Drechsler im Rückraum rechts und Tobias Schwolow im Rückraum links viel Durchschlagskraft haben. "Da kommt viel Arbeit auf uns zu. Es ist die nächste harte Nuss, die wir knacken müssen", sagt der Trainer. Der HV sei gut aufgestellt, habe ein gutes Kreisläufer- sowie ein gutes Konterspiel. "An diesen Stellen müssen wir versuchen gegenzuhalten."

Personell steht bei den Auern ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Benas Petreikis, der sich am Dienstag im Training an einer Hand verletzte. Man müsse sehen, wie sich das Ganze entwickelt, ob er spielen kann oder nicht. Bengt Bornhorn trainiert derzeit nur eingeschränkt, ebenso Kevin Lux. Swat geht aber davon aus, dass alle Spieler, die zuletzt bei der mit 32:27 (16:15) gewonnenen Partie gegen den TSV Bayer Dormagen zuhause in Lößnitz auf dem Parkett standen, auch gegen Wilhelmshaven antreten werden. Was die Torhüter des EHV angeht, sind laut Coach alle drei gut drauf und kämpfen um Spielanteile: Radek Musil, Erik Töpfer und Vilius Rasimas. Man werde sehen, wer von ihnen morgen in der Arena einen hoffentlich überragenden Tag hat.

Die Gastgeber haben bisher ein Spiel in der Saison bestritten und dabei die ersten Punkte verbucht. In eigener Halle setzten sich die Nordlichter mit 35:34 (17:15) knapp gegen den HC Rhein Vikings durch. Und jetzt gegen den aktuellen Tabellenvierten genießen die Norddeutschen erneut Heimvorteil. Das bisher letzte Spiel gegen den Wilhelmshavener HV ist Stephan Swat noch gut in Erinnerung. In der Erzgebirgshalle gab es im März nach einer Zwei-Tore-Führung und einer aus seiner Sicht nicht berechtigten 2-Minuten-Strafe gegen Kevin Roch letztlich ein 29:29-Unentschieden, was für Aue unglücklich war. Doch das ist Vergangenheit. Eine neue Saison heißt auch, wieder neu anzugreifen.

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