Erzgebirgern bleibt in dichtem Gedränge eine Medaille verwehrt

Für vier Geländefahrer aus der Region war beim Superenduro unterm Riesaer Hallendach wenig zu holen. Als Sechster der nationalen Klasse erreichte Marcel Teucher aus Wiesenbad das beste Ergebnis.

Riesa.

Bei der Superenduro-Weltmeisterschaft in Riesa hat der Star der Fahrergilde, Cody Webb, seine Klasse einmal mehr unter Beweis gestellt. In drei spannenden Finalläufen verteidigte der US-Amerikaner mit atemberaubenden Manövern seine Führung in der Prestige-Klasse, in der die internationale Elite um Punkte kämpft. Vor mehr als 5.000 begeisterten Zuschauern wurden auch die Rennen der nationalen Klasse ausgetragen, in der es vier Erzgebirger wissen wollten. In den Medaillenkampf konnten sie allerdings nicht eingreifen.

Bester Lokalvertreter war Marcel Teucher. Der KTM-Fahrer aus Wiesenbad wurde in der Gesamtwertung Sechster, nachdem er in den beiden Wertungsläufen die Plätze 9 und 6 belegt hatte. Von der Papierform her galt eigentlich Derrick Görner als größter Hoffnungsträger. Schließlich hatte der Gornauer bei der Premiere im Vorjahr triumphiert. Nach einer monatelangen Verletzung an der Achillessehne saß er jedoch in Riesa erstmals wieder auf seiner Husqvarna-Maschine und ging das Rennen eher mit gedämpften Erwartungen an.

Die Pause machte sich bemerkbar, sodass am Ende nur Platz 11 heraussprang. "Einmal wurde ich Sechster, im Folgelauf jedoch musste ich rausfahren, denn es machte keinen Sinn mehr. Es waren ein paar Stürze zu viel, die Kraft war einfach weg", berichtet Görner, der bereits im Training mehrfach stürzte. Ein Grund dafür sei die anspruchsvolle Strecke gewesen. "Man kam oft zum Stehen oder musste eine Ausweichspur nehmen", sagt Görner, bei dem dennoch die Zufriedenheit überwog. Angesichts der gezeigten Leistung und Geschwindigkeit blickt er der anstehenden Freiluftsaison optimistisch entgegen.

Im Gedränge unterm Hallendach der Sachsenarena, das dem Publikum Enduro in seiner kompaktesten Form bot, kämpfte auch Felix Bräuer um jeden Meter. Der 28-jährige Annaberg-Buchholzer, der wie Teucher aus der Extrem-Enduro-Szene kommt, qualifizierte sich auf Anhieb für die beiden Rennen, die er auf den Plätzen 10 und 14 abschloss. In der Summe wurde er 13. "Es lief erstaunlich gut für mich", kommentierte er sein Ergebnis. Dagegen hatte Maik Schubert weniger Glück. Der KTM-Pilot aus Hopfgarten scheiterte in der Qualifikation knapp und war damit in beiden Läufen zum Zuschauen verurteilt. Aus der Ferne musste er mit ansehen, wie sich Mike Hartmann aus Heidenheim den Siegerpokal in der nationalen Klasse sicherte.

Mit Manuel Lettenbichler gab es noch einen weiteren deutschen Sieger in Riesa. Der 17-Jährige aus Kiefersfelden war in der internationalen Junior-Klasse nicht zu schlagen. Nach seinem dritten Tagessieg in insgesamt sechs Läufen liegt er an der Spitze seiner WM-Klasse.

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