"Es fehlte nur der Ertrag"

Bei ihrem Doppelspieltag in Bayern haben Zschopaus Volleyballer in den Augen ihres Trainers eine gute Leistung abgeliefert. Allerdings habe es der Drittligist verpasst, sich dafür zu belohnen.

München.

Zwei Tage in Bayern haben dem VC Zschopau einen Punkt beschert. In der Dritten Liga Ost mussten sich die Erzgebirger am Samstagabend zunächst beim MTV München mit 2:3 geschlagen geben. Gestern Mittag folgte eine weitere 1:3-Niederlage beim TSV Deggendorf. "Da wäre mehr für uns drin gewesen", sagt Andreas Richter vor allem in Anspielung auf die erste Partie. Kein Wunder, hatte seine Mannschaft in der bayrischen Hauptstadt doch mit 2:0 Sätzen geführt.

Das Fehlen der drei Stammkräfte Daniel Kloss, Stefan Timm und Rico Knöbel war dem VC kaum anzumerken. "Vor allem im Angriff haben wir vielleicht sogar noch besser gespielt als in den ersten beiden Saisonspielen", so Richter. Auch in hart umkämpften Ballwechseln hatten die Zschopauer zunächst das bessere Ende für sich, weshalb sie mit 26:24 und 27:25 in Führung gehen konnten. Nach einem kleinen Tief im dritten Abschnitt (19:25) hatte der VC im vierten Satz, als er 19:17 vorn lag, die große Chance, den Sack zuzumachen. "Aber in den entscheidenden Momenten waren wir dann nicht zur Stelle", so Richter. Mit 22:25 und 11:15 gab sein Team den möglichen Auswärtssieg doch noch aus der Hand. Der eine Tabellenpunkt war nur ein kleiner Trost.

Dass es tags darauf schwerer werden würde, hatte Richter prophezeit. Obwohl er Deggendorf als einen der Staffelfavoriten einschätzt, hielten die Zschopauer gut mit. Beleg dafür war der Satzausgleich (25:20), nachdem der VC den ersten Durchgang mit dem gleichen Resultat abgegeben hatte. Als Knackpunkt erwies sich der dritte Spielabschnitt, als die Gäste 10:5 vorn lagen. Dass sein Team diesen und den folgenden Satz mit 22:25 und 17:25 abgab, lag dem Coach zufolge einerseits am Block. "Dort war das Fehlen unserer großen Spieler schon zu spüren." Andererseits konnte der Gegner dem Spiel von seiner stark besetzten Bank neue Impulse verleihen. Den Zschopauern bleibt dagegen die Erkenntnis, Ausfälle durchaus kompensieren zu können. Die jungen Leute aus der zweiten Reihe, Max Kuhnert und Johannes Micketeit, haben ihre Sache laut Richter gut gemacht: "Darauf können wir aufbauen."

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