Events in Events echt erheiternd

Im Hinblick auf die Juniorenweltmeisterschaft hat Oberwiesenthal ein gutes Bild abgegeben. Alles lief reibungslos.

Oberwiesenthal.

Stimmung gut, Wetter gut, Sportler gut: Die Premiere des EnviaM-City-Bike-Sprints darf als gelungen bezeichnet werden. Zumindest waren die Veranstalter in Oberwiesenthal mehr als zufrieden. "Wir haben das Zeichen gesetzt, das wir setzen wollten. Nämlich jenes, dass wir Veranstaltungen stark organisieren können", sagte Erik Schulze. Der Veranstaltungsmanager hatte neben den Höhepunkten Sommer-Grand-Prix in der Nordischen Kombination und Vier-Hübel-Tour der Mountainbiker noch zwei kleinere Wettbewerbe in das proppevolle Wochenende hineingepackt - den City-Sprint und für die Kinder das "Kleinste Bikefestival der Welt". Beide wurden zum "Event im Event" und erheiterten die Besucher.

Vielleicht lag es teilweise daran, dass ein ganz Prominenter im Feld der Radsportler zu finden war: Weltmeister Erik Lesser. Der Biathlet versemmelte aber die letzte Kurve und musste Millimeter vor dem Ende den 19-jährigen Robin Grund aus Zwönitz als Ersten über die Ziellinie lassen. So richtig traurig war der Skijäger aber nicht. "Meine Freundin Nadine hat immer gesagt, ich solle mal in Oberwiesenthal starten. Ich bin oft mit dem Mountainbike unterwegs - und diesmal hatte ich Zeit, sogar für beide Veranstaltungen", so der 31-Jährige. Im City-Sprint lief es für ihn besser als gedacht. Immer wieder war er an der Spitze des 14er-Feldes zu finden, konnte aber kein Loch reißen. "Und die letzte Passage habe ich eben verhauen. Zufrieden bin ich dennoch, es hat vor allem Spaß gemacht. Gut fand ich, dass überall Zuschauer waren und uns angefeuert haben. Einfach hervorragend organisiert", so der Spitzensportler, der zwar knapp besiegt wurde, aber in 1:57 Minuten die schnellste Runde hinlegte.

Lessers positive Kritik freut Veranstalter Erik Schulze: "Ich gehe davon aus, dass wir diesen City-Sprint beim nächsten Sommer-Grand-Prix wiederholen. Jeder konnte sehen, dass dieser sehr gut angenommen wird und sehr spannend ist wie das Fotofinish beweist." Als sensationell empfand er die Resonanz der Oberwiesenthaler und deren Gäste. "Die haben gepfiffen und gejohlt, super", sagte der 40-Jährige. Dies dürfte auch dem "Alterspräsidenten" zusätzlichen Antrieb gegeben haben. Andreas Stark aus Buchholz, Vizelandrat und Jahrgang 1962, wollte mit seinem Start ebenso ein Zeichen für die JWM 2020 am Fichtelberg setzen - und wurde nach den vier knackigen Runden über je 1,3 Kilometer mit ebenso knackigen Anstiegen nach nur 1:43 Minuten Rückstand zum Sieger immerhin Vorletzter. Dass Stark happy war, zeigte sein breites Lächeln, als er ins Ziel rollte. "Es hat eben alles gepasst", fasste Schulze den Bikesprint zufrieden zusammen, zumal sich Leistungsskilangläufer wie Philipp Unger (6.) und Maxim Cervinka (7.) ins Feld gemischt hatten. Ebenso zufrieden war Schulze angesichts der mehr als 60 Kinder von 3 bis 13 Jahren, die am Bikefestival mit Mini-Hübel-Tour teilnahmen. "Die Kleineren waren mit Laufrädern unterwegs, die Größeren haben schon richtig Dampf gemacht. Und da die Leute von der Schanze Richtung Rollerstrecke an unserem Gelände vorbei mussten, hatten auch die Kids richtig viele Zuschauer." (mit ritz)

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