Ex-Keeper drückt SVO noch immer die Daumen

Kurz vor dem am Sonntag anstehenden Landespokal haben Olbernhaus Kicker ein Testspiel gegen Regionalligist Bischofswerda absolviert. Dabei trafen sie auf einen alten Bekannten.

Olbernhau.

Mit dem Bischofswerdaer FV 08 spielt Torhüter Dominik Reissig in der Regionalliga Nordost gegen so namhafte Mannschaften wie Rot-Weiß Erfurt, Lok Leipzig oder den Chemnitzer FC. Am Dienstagabend stand er bei einem Freundschaftsspiel des BFV bei der SV Olbernhau im Kasten. Für den 22-Jährigen war dies fast ein Heimspiel, denn der 1,90-Meter-Mann, Spitznamen "Bummi", spielte in der Saison 2015/2016 für Olbernhau und war damals einer der Garanten für den Aufstieg in die Landesklasse West.

Geschenke an seine ehemaligen Teamkollegen hatte Reissig keine zu verteilen - beim 3:0-Sieg der Gäste hielt er seine Kiste sauber. Trotzdem freute er sich über das Wiedersehen, zumal ihm die SVO noch immer am Herzen liegt: "Nach den Ergebnissen der SVO gucke ich wöchentlich. Der Aufstieg in die Landesliga war eine klasse Leistung. Auch gegen uns haben sich die Jungs gut verkauft. Alle Achtung", sagt der 22-jährige Keeper, der seinem Ex-Verein auch am Sonntag die Daumen drückt. Dann sind die Olbernhauer in der zweiten Runde des Landespokals gefordert. Obwohl der Gegner eine Etage tiefer spielt, wartet eine schwere Aufgabe. Schließlich ist Colditz mit zwei Siegen und 10:0 Toren in die neue Saison der Landesklasse Nord gestartet. Zuletzt gelang sogar ein 7:0-Kantersieg bei Roter Stern Leipzig.

Reissig selbst ist starke Gegner gewöhnt. "Ich habe zunächst beim CFC das komplette Jugendprogramm durchlaufen. Als dann die U 23 aufgelöst wurde, stand ich sozusagen auf der Straße. Mit dem damaligen SVO-Trainerteam Mirko Ullmann und Hendrik Liebers hatte ich Kontakt und kam so ins Erzgebirge", beschreibt der Keeper seinen Werdegang. Ein erfolgreiches Probetraining führte ihn dann zum Bischofswerdaer FV, für den er insgesamt 43 Oberligaspiele absolvierte. In der Regionalliga ist er nur noch die Nummer 2. "Mein Ziel ist es, Stammtorwart beim BFV zu werden", stellt Reissig jedoch klar, obwohl er auch seine Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann nicht vernachlässigen will. Diese kann ihn jedoch nicht von täglichem Training abhalten.

Wenn Reissig am Sonntag im Internet nach dem Olbernhauer Ergebnis im Landespokal schaut, sind womöglich auch die Ergebnisse zweier Lokalrivalen von Interesse. Denn auch die Landesklasse-Kicker aus Marienberg und Gelenau sind noch im Wettbewerb, stehen aber jeweils vor einer großen Herausforderung. Im Fall des FSV Motor Marienberg hat es der Gegner in sich. "Der FC 1910 Lößnitz gehört zu den Aufstiegsaspiranten in der Landesliga", sagt Trainer Ronny Rother, der im Heimspiel am Sonntag ab 15 Uhr aber dennoch auf Offensivfußball setzt: "Sich hinten reinzustellen, bringt nichts." Ähnlich würde auch der BSV Gelenau gern sein Heimspiel gegen den SV Fortuna Trebendorf (Landesklasse Ost) angehen. Allerdings muss Thomas Kersten auf den am Knie verletzten Lars Kolditz verzichten. "Hoffentlich ist es nur eine Bänderdehnung", sagt der Trainer über den Angreifer und Kapitän.

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