Familienausflug ins Trial-Mekka

Tschechien entwickelt sich in diesen Tagen zum Dreh- und Angelpunkt für den Motorsport und seine Fans. Auch Starter des MC Scheibenberg nutzten diese Chance.

Scheibenberg/Bochov.

Eine Kleinstadt kurz hinter Karlovy Vary ist jetzt Treffpunkt für Motorsportler aus dem ganzen Erzgebirge gewesen. In Bochov freuten sich Aktive wie Fans über Wettkampfflair. Der Ort im Nachbarland war Gastgeber für die zweite Station im Kampf um die tschechische Trial-Meisterschaft. Mittendrin: Familie Schmelzer vom MC Scheibenberg.

110 Motorrad-Trialer aus Polen, Deutschland und Tschechien wetteiferten mit Start und Ziel auf dem Marktplatz in sechs Klassen um Siege und Podestplätze. Zu absolvieren waren zehn Sektionen. Das Zeitlimit für die drei Runden betrug fünfeinhalb Stunden. Als problematisch erwies sich die hohe Starterzahl. Dadurch kam es im Parcours zu Staus.

Ein besonderes Erlebnis war der Trip nach Bochov für Paul Schmelzer. Vor zehn Jahren hatte der heute 20-Jährige genau in diesem Ort sein Wettkampfdebüt. "Sein erster Start - damals war er richtig aufgeregt", erinnert sich Vater Volker Schmelzer, der seinen Filius auch diesmal begleitete. "Kurz bevor es seinerzeit losging, wurde Paul aufgerufen. In diesem Augenblick fiel alle Anspannung von ihm ab." Diesmal ging es der Junior gelassener an, auch wenn es für ihn wieder eine Premiere war: Erstmals mischte Paul Schmelzer in der Kategorie A2 und somit in der höchsten Spur mit. Auch er denkt ab und zu noch an seinen ersten Lauf zurück. "Das war schon ein Erlebnis. Damals wusste ich noch nicht, wo es lang geht. Aber der Trialsport hat mich seither nicht mehr losgelassen", so Schmelzer.

Bei seinem A2-Debüt schlug sich der junge Mann wacker. "Es waren gute Sektionen dabei. Und es ist nichts passiert, das ist das Wichtigste." Die vier Abschnitte im Bachlauf seien am kniffligsten gewesen. "Am Hang wurde es auch noch mal richtig schwer, typisch für Tschechien." Cool fand Paul Schmelzer die Sektion auf dem Marktplatz. "Das gibt es sonst nirgends", so der Trial-Fahrer vom MC Scheibenberg, der letztlich die Ränge 6 und 7 belegte.

Sein vier Jahre älterer Bruder Max (Kategorie B) landete zweimal auf Platz 15. Das Ergebnis für den Club komplettierten weitere Piloten. So wurde Konrad Vetter (Kategorie C) Neunter. In der Kategorie Hobby schaffte Mirko Gladewitz Rang 12, Oskar Großer landete punktgleich unmittelbar dahinter.

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