Fans betagter Zweiräder schieben Treffen an

Erstmals kommen am Sonntag EMW-Besitzer aus nah und fern zum Fachsimpeln nach Aue. Eine Rundfahrt krönt die Premiere.

Aue.

EMW steht für Eisenacher Motorenwerke. Rollende Schmuckstücke dieses Fabrikats haben inzwischen Oldtimerstatus. Stolze Besitzer solcher betagter Zweiräder kommen am Sonntag erstmals in Aue zusammen - bei einem Treffen auf Einladung des 1. Auer MSC und der EMW-Freunde Kühnhaide. Geplant ist ab 10 Uhr auch eine kleine Rundfahrt durch das Erzgebirge. Wer sich anschließen will, sollte sich rechtzeitig am Autohaus Oppel einfinden, wo ab 8 Uhr die Anmeldung beginnt.

"Die Route geht über Schwarzenberg, Sosa und Schönheide in Richtung Stützengrün, dann weiter nach Schneeberg und Bad Schlema, ehe wir wieder zum Ausgangspunkt fahren", sagt Rainer Pommer, Vorsitzender des 1. Auer MSC. Wieder zurück, können die Maschinen ab 13 Uhr in Augenschein genommen werden. Laut Pommer sind Interviews mit Besitzern geplant, die ihre Maschinen selbst aufgebaut haben. Zudem wird das schönste Motorrad gekürt. Was die Ausfahrt angeht, werde keiner weggeschickt. "Sollten vereinzelt Jawa- oder AWO-Fahrer da sein, nehmen wir sie mit. Wir grenzen keinen aus, aber letztlich ist es ein EMW-Treffen." Die EMW wurde ab April 1952 im Eisenacher Motorenwerk gefertigt. Wann die letzte Maschine vom Band lief, lässt sich nicht genau sagen. Offiziell wohl 1956, aber es wird vermutet, dass Modelle der Marke auch später noch gebaut worden sind.

André Groß aus Dittersdorf gehört zu den EMW-Freunden Kühnhaide als siebenköpfige Interessengemeinschaft. Der 44-Jährige ist seit vorigem Jahr stolzer Besitzer einer EMW des Baujahrs 1953 - im Originalzustand. "Die Maschine ist so, wie sie aus dem Werk kam: von Lack über Motor und Getriebe bis Rahmen. Dazu habe ich die DDR-Papiere." Stefan Nestler aus Zwönitz hegt und pflegt seit 2015 eine restaurierte EMW R35 von 1954. Der 34-jährige Dachdeckermeister pilgerte mit seinen Freunden voriges Jahr nach Eisenach. "Da findet alle zwei Jahre ein EMW-Treffen statt. Davon waren wir total begeistert. Das wollten wir unbedingt auch bei uns in der Region haben." Auf diese Weise sei die Idee fürs Auer Treffen gereift. "Und mit der Hilfe des 1. MSC haben wir es auf die Beine stellen können."

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