Favorit macht es unnötig spannend

Im Endspiel um den Erzgebirgs-Hallencup mussten die Fußballer des FSV Zschopau/Krumhermersdorf "nachsitzen". Statt der spielerischen Vorteile entschied am Ende die Nervenstärke.

Annaberg-Buchholz.

Die Fußballer des FSV Zschopau/Krumhermersdorf haben gestern das in der Annaberg-Buchholzer Silberlandhalle ausgetragene Endrundenturnier in der Serie um den Erzgebirgs-Hallencup gewonnen. Im Finale am Abend bezwangen die Schützlinge von Trainer Uwe Kiesel den ESV Zschorlau. Die Entscheidung im Endspiel fiel allerdings erst im Neunmeterschießen.

Dabei hatte die bis dato beste Mannschaft des Turniers nach Treffern von Toni Barth (2) und Torschützenkönig Ammar Alselek bereits 3:1 gegen den Außenseiter in Führung gelegen. Dies erschien standesgemäß, traf doch der Tabellenfünfte der Erzgebirgsliga auf einen Kreisliga-Vertreter. Doch die eine Etage tiefer spielenden Zschorlauer retteten sich dank Alexander Unger und Johannes Gläser doch noch über die reguläre Spielzeit hinaus in den Neunmeter-Krimi. Erst als der siebente Strafstoß des Kreisligisten nicht im Netz landete, war das Finale entschieden.

Kiesel war glücklich über den Erfolg. Allerdings kritisierte er das mäßige Niveau des Endrundenturniers. Und damit stand er nicht allein da. Auch Zschopautals Trainer Mirko Schneider hätte sich mehr Gegner aus der Erzgebirgsliga gewünscht. Kiesel und Schneider stellten die beiden einzigen Mannschaften aus der höchsten Spielklasse des Erzgebirgskreises. Deshalb hatten auch viele ein Endspiel beider Teams erwartet. Doch dazu kam es nicht, denn Zschopautal scheiterte im Halbfinale mit 0:1 an Zschorlau. Dabei sei Schneiders Elf drückend überlegen gewesen. "Zschorlaus einziger Torschuss war aber drin", haderte der Coach. Auch im kleinen Finale gegen Bernsbach vergab Zschopautal zunächst gute Chancen, rettete sich nach 0:2-Rückstand aber noch ins Neunmeterschießen und behielt die stärkeren Nerven.

Aus der 1. Kreisklasse hatten es noch zwei weitere Vertreter des mittleren Erzgebirges in die Endrunde geschafft. Während der FSV Motor Marienberg II nicht über Platz 8 hinauskam, wurde die SVO-Reserve aus Olbernhau Sechster. Im Spiel um Platz 5 setzte es gegen Kreisligist ESV Buchholz nur eine knappe 1:2-Niederlage. Immerhin konnte sich Amer Naseri danach über die Wahl ins All-Star-Team freuen. Zu dem gehörten auch Ammar Alselek und Nick Beyer vom FSV Zschopau/ Krumhermersdorf.

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