Favorit wird seiner Rolle gerecht

Die Kegler des SKV 9Pins Stollberg haben ein Testspiel gegen den deutschen Serienmeister aus Zerbst klar verloren. Der Kapitän zieht aber dennoch positive Schlüsse.

Stollberg.

Am Ende war es dann doch die erwartet klare Angelegenheit. Mit 1:9 haben die Kegler des SKV 9Pins Stollberg ihr Freundschaftsspiel gegen den SKV Rot-Weiß Zerbst verloren. Der Deutsche Serienmeister, Champions League- und Weltpokalsieger aus Sachsen-Anhalt ließ nichts anbrennen und stellte sein Können eindrucksvoll unter Beweis. 5103 Kegel räumten die Gäste ab, die Stollberger kamen auf 4671. Den Ehrenpunkt für den Zweitliga-Aufsteiger holte Christian Unglaub, der mit starken 630 Kegeln und 2,5 Satzpunkten Nationalspieler Jürgen Pointinger (627; 1,5 Sätze) knapp bezwingen konnte.

Ansonsten wurden die Zerbster ihrem Ruf als das "Bayern Münchens" des Kegelsports mehr als deutlich gerecht. So stellte Nationalspieler Thomas Schneider mit fantastischen 671 Kegeln einen neuen Einzelbahnrekord auf der Stollberger Anlage auf. Seine Teamkollegen Fabian Seitz (658), Mathias Weber (657) und Boris Benedik (644), allesamt Nationalspieler, zeigten ebenfalls Weltklasse-Auftritte. Benedik schlug im direkten Duell den Stollberger Kapitän Stefan Werth, der mit 611 Kegeln seinerseits groß aufspielte, letztlich aber chancenlos war. Dennoch sei die Partie ein Erlebnis gewesen - und möglicherweise eine Initialzündung. "Wir hoffen, nun regelmäßig Kaliber dieser Größenordnung zu uns zu locken", sagte er. Nicht nur habe der Vergleich gegen Zerbst für ein volles Haus gesorgt - eine Woche vor dem Saisonstart sei er auch als sportliche Standortbestimmung wichtig gewesen. "Wir sind zuversichtlich, mit allen Teams die Klasse halten zu können", so Werth. Sowohl die erste als auch die zweite und die dritte Mannschaft hatten in der vergangenen Saison den Aufstieg geschafft. Stollbergs Erste beginnt die Mission Klassenerhalt mit einem Auswärtsauftritt am kommenden Samstag beim ATSV Freiberg. (stw)

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