Favoriten trumpfen beim Heimspiel auf

Im Kampf um die ostdeutsche Meisterschaft haben die Motorradtrialer des MSC Thalheim zuhause mehr als die Hälfte aller Podestplätze belegt. Zweien gelang sogar das Nonplusultra.

MSC Lokalmatador Ingo Breitfeld stand an beiden Wettkampftagen ganz oben auf dem Treppchen. Der 37-jährige Auerbacher startete in der Klasse 2 der leistungsstärksten Fahrer.

Von Matthias Heinke

Beste äußere Bedingungen, eine wie gewohnt sehr gut präparierte Naturstrecke mit knackigen Sektionen und ein Gastgeber, der seiner Favoritenrolle gerecht wurde: Besser konnten die Läufe 9 und 10 zur Ostdeutschen Motorradmeisterschaft (OTM) für den MSC Thalheim an beiden Wettkampftagen des Wochenendes nicht laufen. Dementsprechend fiel das Fazit des Vereinsvorsitzenden Frank Krumbiegel aus. "Das Wetter war optimal, alles hat reibungslos geklappt", freute sich der 62-Jährige. Selbst einen kurzfristigen Ausfall bei den rund 60 Helfern, die an beiden Tagen wieder tolle Arbeit geleistet haben, habe man problemlos kompensieren können. "Mit mehreren hundert Zuschauern hatten wir außerdem einen sehr guten Zuspruch", so Krumbiegel. Mehr noch: Zwei Motorsportler aus Bayern und aus der Nähe von Riesa seien derart begeistert gewesen, dass sie in Zukunft beim MSC Thalheim mitmischen wollen.

Die sportliche Bilanz des MSC Thalheim bei diesem Heimspiel, dem ADAC 3-Tannen-Trial im Gelände an der Tabakstanne, liest sich tatsächlich hervorragend. Von den 54 möglichen Podestplätzen an beiden Wettkampftagen ergatterten die Thalheimer 33 und damit mehr als die Hälfte. 13mal standen MSC-Fahrer sogar auf dem obersten Treppchen. Mit Moritz Hepper in der Klasse 5 (ab Jahrgang 1974) und Scott Sander (ab Jahrgang 2000) gelang zwei Fahrern des Vereins am zweiten Wettkampftag das Nonplusultra, nämlich null Fehlerpunkte in allen sechs Sektionen, die je nach Altersklassen in der Schwierigkeit angepasst wurden.

Diese starke Leistung kommt auch beim zehnjährigen Scott Sander natürlich nicht von allein. "Scott hat im Sommer gut trainiert und große Fortschritte gemacht. Ein wichtiger Schritt war dabei das einwöchige Trainingslager in Österreich", sagt Vater Ronald Sander. Der dortige, erst 16 Jahre alt Trainer habe in den Übungseinheiten sehr viel Wert auf technisch sauberes Fahren statt auf "Bolzen" gelegt. "Die Grundaussage war: Es muss schön aussehen", so der 47-jährige Unternehmer aus Chemnitz, der natürlich richtig stolz auf seinen Spross war. Bereits bei den beiden vorherigen Läufen zur OTM in Mitterteich habe Scott das Erlernte umsetzen können. Allerdings seien die recht leichten Sektionen dort überhaupt kein Vergleich zur anspruchsvollen Strecke in Thalheim. "Umso wertvoller sind diese null Fehler bei unserem Heimwettkämpfen am zweiten Tag", freuten sich Vater und Sohn.

Mit 64 am ersten sowie 55 Sportlern am zweiten Tag konnte der Veranstalter ebenso zufrieden sein. Mit Ausnahme einer kleinen Fingerverletzung verlief zudem die Thalheimer Runde der Ostdeutschen Trialmeisterschaft für die medizinische Abteilung erneut problemlos. "Motorradtrial ist im Vergleich zu anderen Sportarten wesentlich ungefährlicher, hier passiert kaum etwas", weiß Vereinschef Frank Krumbiegel zu berichten.

Weiter geht es in der Ostdeutschen Meisterschaft bereits am kommenden Sonntag in Flöha. Am Samstag, 13. Oktober steigt schließlich das Finale im vogtländischen Oelsnitz.

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