Fehlpässe führen zu Pleite

Eine herbe Niederlage haben die Landesklasse-Kicker aus Schneeberg bei Rapid Chemnitz kassiert. Beim 0:4 leisteten sich die Gäste zu viele Patzer.

Schneeberg.

Dass es ein schweres Spiel werden würde, ist Trainer Armin Oechsner klar gewesen. "Aber das wir derart untergehen, war keineswegs absehbar", so der Coach der Landesklasse-Elf des FC Concordia Schneeberg, die am Sonntag bei Rapid Chemnitz mit 0:4 (0:2) unter die Räder kam.

Die Fehlerquote in den Reihen seiner Mannschaft sei enorm gewesen. "Dabei kamen wir zunächst gut in die Partie", sagt Oechsner. Auch die Rapid-Elf sei hoch motiviert ins Duell gegangen. "Die waren aufgrund der letzten Heimniederlage gegen uns richtig angestachelt." Trotzdem hielt die Concordia-Abwehr stand. "Bis zu unseren Aussetzern. Allein drei Gegentore haben wir selbst aufgelegt", zeigt sich der Gäste-Coach auch einen Tag danach noch enttäuscht. So führte ein unmotivierter Pass von außen in die Mitte zum 0:1 (12.). Marcus Günther schlug über den Ball, der dadurch zu einem Rapid-Spieler gelangte. "Und er ging volles Risiko - mit Erfolg." Franz Queck vergab zu allem Übel noch die Chance auf den Ausgleich. "Er steht fünf Meter vor dem Tor, spielt aber noch einmal ab, anstatt es selbst zu versuchen", so Oechsner, der in der 37. Minute den nächsten Aussetzer mit ansehen musste. "Ein fataler Fehlpass zum Gegner führte zum zweiten Gegentreffer."

Da hätten in der Pause alle große Augen gemacht. "Die Jungs konnten es selbst kaum glauben. Das hatte teils B-Jugend-Niveau", schimpft der Schneeberger Coach, der Rapid als technisch versiert beschreibt. "Auch hatten die Chemnitzer in der zweiten Hälfte mehr vom Spiel." Das dritte Tor gelang ihnen in der 59. Minute. "Toll herausgespielt." Doch beim 4:0 (73.) profitierten die Gastgeber erneut von einem Schneeberger Patzer. "Mit solchen Fehlern können wir in dieser Liga nicht bestehen", zieht Oechsner ein ernüchterndes Fazit. "Auch die Spieler ärgern sich total." Die Schlappe soll dennoch rasch abgehakt werden. "Denn mit Reichenbach kommt in zwei Wochen kein leichterer Gegner."

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