Finale gilt als Generalprobe

Athleten aus einigen Nationen tummeln sich am Fichtelberg. Grund ist der Continentalcup, bei dem die Skilangläufer zugleich die Weltmeisterschaftsstrecken für 2020 testen.

Oberwiesenthal.

Finale am Fichtelberg und Generalprobe zugleich: Von Freitag bis Sonntag geht es heiß her in der Sparkassen-Skiarena, da das Abschlussrennen des Continentalcups im Skilanglauf ansteht. An den Start gehen in Oberwiesenthal die besten Nachwuchsathleten aus den Alpenländern und aus den Vereinigten Staaten von Amerika.

"Elf Nationen sind am Wochenende bei der finalen Etappe des Continentalcups dabei. Die Sportler kommen aus Deutschland, Österreich, Tschechien, Italien, Schweiz, Liechtenstein, Frankreich, Andorra, Slowenien und Spanien. Außerdem haben die USA gemeldet", sagt der Sprecher des ausrichtenden WSC Erzgebirge Oberwiesenthal, Christopher Gahler. Seinen Worten zufolge stehen 150 Frauen und Männer in den Startbögen. Darunter auch die Zweite in der Gesamtwertung der U-20-Damen, die in Oberwiesenthal trainierende Jessica Löschke. "Sie nimmt teil und will ihre Position verteidigen, obwohl sie sich außerdem im Abiturprüfungsstress befindet", sagt Nachwuchsbundestrainer Lars Lehmann. Er weiß, dass ohnehin mehr deutschen Athleten ein Teilnahmerecht eingeräumt wird als normalerweise. Erstens ist die Bundesrepublik Gastgeber, zweitens erhofft sie bei ihren Heimrennen ordentlich abzuschneiden und drittens will sie ihre möglichen Kandidaten für die Juniorenweltmeisterschaft 2020 die Strecken unter Wettkampfbedingungen testen lassen. "Die Runden werden im nächsten Jahr die gleichen sein", blickt Lehmann voraus. Aus Sicht des Stützpunkts treten neben Jessica Löschke auch Anna-Maria Dietze, Maxim Cervinka und Valentin Mättig an, die ohnehin im Continentalcup verankert sind. "Dazu kommen noch eine Menge anderer, beispielsweise Lukas Groß, Richard Leupold, Philipp Unger und Jacob Vogt", so Lehmann, der sogar die eben erst 18 Jahre alt gewordene Linda Schumacher vom SSV Geyer in die Juniorenwettbewerbe schickt. Auch sie soll im Hinblick auf die JWM schon mal einen Teil der möglichen Konkurrentinnen im Nacken spüren.

"Die Teilnehmer erwarten perfekte Schneebedingungen. Und wir sind froh, noch einmal eine Veranstaltung dieser Größenordnung austragen zu dürfen", betont WSC-Geschäftsführer Christian Freitag. Die Witterung der vergangenen Tage hat noch einmal rund 20 Zentimeter Neuschnee auf die Loipen gebracht. "Unser Team ist deshalb im Dauereinsatz, damit die Sportler den besten Eindruck vom Fichtelberg mit nach Hause nehmen", so Freitag.

Das Programm, das aus vier Wettkämpfen besteht, ist eng getaktet. Am Freitag geht es mit den Sprints los, am Samstag folgen die Massenstartläufe im klassischen, am Sonntag die Verfolgungsrennen und Staffeln im freien Stil. Mit der Siegerehrung am Samstagabend auf der Freilichtbühne mit anschließendem Feuerwerk wollen die Organisatoren zudem ein Zeichen setzen.

 

Bewertung des Artikels: Ø 5 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...