Fokus richtet sich auf Eigengewächse

Sven Schröder bleibt weitere zwei Jahre Trainer der Schönheider Wölfe. Qualität und Quantität will er in den Reihen des Eishockey-Regionalligisten weiter verbessern. Zudem stößt ein neuer Stürmer zum Rudel.

Schönheide.

Zwei wichtige Entscheidungen sind dieser Tage bei den Schönheider Wölfen gefallen. Die wohl wichtigste: Trainer Sven Schröder bleibt weitere zwei Jahre Chefcoach des Eishockey-Regionalligisten.

Seit der Neugründung des Vereins im Jahr 2017 lenkt und betreut er das Team, das stets im vorderen Tabellenbereich zu finden war und mit der Double-Meisterschaft die Saison 2018/2019 krönte. Man wolle den eingeschlagenen Weg fortsetzen, so der Vorstand. Steffen Münch, 1. Vereinsvorsitzender, zeigte sich erfreut über die Vertragsverlängerung. "Eine geniale Saison liegt hinter uns. Und auch die laufende Spielzeit ist bisher zu unserer vollsten Zufriedenheit." Daran habe Schröder großen Anteil. "Er verstand es, eine Mannschaft zu formen, die als Team sehr erfolgreich agiert." Diesen Coach zu halten, sei ein Meilenstein für die Wölfe. "Es gibt uns Planungssicherheit, die nächsten Ziele gemeinsam anzugehen."

Schröder selbst fiel die Entscheidung nach eigenen Worten leicht. "Ich fühle mich hier wohl und glaube, Verein und Mannschaft kommen auch mit mir ganz gut klar", sagte er schmunzelnd. Die Arbeit bereite ihm Spaß. "Ich kann junge Spieler in dieser Liga formen und verbessern." Vorrangig gelte es, die laufende Saison so erfolgreich wie möglich zu gestalten. Doch es gibt auch andere Ziele. "Wir müssen auch in der Zukunft eine Mannschaft auf die Beine stellen können, die unseren finanziellen Möglichkeiten entspricht und dennoch jedes Jahr um die Meisterschaft spielen kann." In einem kleinen Ort wie Schönheide seien die Möglichkeiten jedoch begrenzt. "Wir können nicht wie in den Großstädten zum Beispiel mit Studienplätzen punkten. Wir müssen und wollen aber auch auf junge Spieler bauen, die in der Umgebung ihrem Job nachgehen und bereit sind, drei- bis viermal in der Woche zum Training und zu den Spielen zu kommen."

In knapp drei Jahren habe man sich schon einen sehr guten Stamm an jungen und erfahrenen Spielern erarbeitet. "Dieser muss mit Blick auf Qualität und Quantität stets weiterentwickelt werden." Aktuell könne der Kader zwei bis drei Youngster mehr vertragen. "Zudem hoffe ich, dass unsere zwei Talente aus dem Nachwuchs in den kommenden Jahren vor allem körperlich weiter einen Schritt nach vorn machen und wir in der Zukunft wieder das eine oder andere Eigengewächs in unseren Reihen haben", so Schröder.

Eine erste Verstärkung hat es gegeben. Die Schönheider Wölfe haben aufgrund von Verletzungen ihren aktuell stark dezimierten Kader mit dem 25-jährigen Kevin Piehler erweitert. Der Stürmer dürfte den meisten Wölfefans ein Begriff sein, denn der gebürtige Werdauer lief schon einmal von 2014 bis 2016 für Schönheide auf und kehrt nun - vom Süd-Oberligisten Blue Devils Weiden kommend - in den Wolfsbau zurück, wo er mit der Rückennummer 94 auf Torejagd geht. Nach seiner Zeit in Schönheide spielte Kevin Piehler stets für Oberliga-Clubs.

In der Saison 2016/2017 absolvierte er zunächst 29 Partien für die Icefighters Leipzig und wechselte noch während dieser Spielzeit innerhalb der Oberliga Nord zu den Rostock Piranhas, für die er innerhalb von drei Jahren in 105 Spielen 26 Tore und 38 Vorlagen verbuchte. Zu Beginn dieser Saison wechselte er in die Oberpfalz und nun ins Erzgebirge. Coach Schröder freut es: "Kevin bringt uns noch mehr Qualität und passt gut ins Teamgefüge."


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