Fürs erste Highlight reingekniet

Die Hohndorfer Daniel und Tobias Auerswald sind die Macher hinter der Super-Enduro-WM in Riesa. Auch diesmal bedeutete die Organisation viel Stress - und eine unruhige Vorweihnachtszeit.

Hohndorf.

Es war der erste motorsportliche Höhepunkt des Jahres. Der Super-Enduro-Grand-Prix, der am vergangenen Wochenende in Riesa über die Bühne ging. Verantwortlich dafür: die Brüder Daniel und Tobias Auerswald. Zum sechsten Mal holten die Hohndorfer die weltbesten Indoor-Enduro-Piloten nach Sachsen - zum zweiten Lauf der Weltmeisterschaftssaison 2019/2020.

Mit 5.000 Motorsportfans war die Sachsenarena wieder bis auf den letzten Platz gefüllt und die Stimmung entsprechend großartig. "Besonders gefreut haben wir uns, dass uns auch der sächsische Ministerpräsident einen Besuch abstattete", sagte der 36-jährige Daniel Auerswald. Schon im Vorjahr habe Michael Kretschmer die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen, ergänzte sein vier Jahre älterer Bruder. So auch in diesem. "Er hat zwar einen vollen Terminkalender. Aber er und seine Familie sind sehr motorsportaffin, sodass er als Privatperson zu uns kam." Natürlich waren, bevor das Scheinwerferlicht die Halle erhellte, wieder eine Menge Vorarbeiten notwendig. So beginnen die administrativen Vorbereitungen zwar immer schon im Sommer, doch die heiße Phase ist traditionell die Vorweihnachtszeit. Die besinnliche Zeit des Jahres bedeutet für die Auerswalds und deren Mitstreiter Stress. "Es stimmt schon, dass einen die Arbeit vor Weihnachten manchmal etwas über den Kopf wächst und man auch zum Fest in Gedanken meist irgendwie beim Event ist", gesteht der Jüngere der beiden. Dazu sagt der ehemalige Enduro-Fahrer Tobias Auerswald, der im Herbst vorigen Jahres in der Seniorenklasse ein Comeback bei den Six-Days-Enduro in Portugal feierte, konkret: "Am 30. Dezember haben wir in Riesa die Baumaschinen und das notwendige Material anliefern lassen und alles für den eigentlichen Streckenaufbau vorbereitet."

Dabei ist die Rede von rund 1.000 Tonnen Erde, 150 Tonnen Sand, 200 großen Flusssteinen, 200 Baumstämmen, 200 Holzscheiten, 20 Dumper-Reifen und zehn Betonelementen für die spektakuläre Brücke, die ein Novum in der Geschichte des Super-Enduros darstellten. Nach einer verkürzten Silvesterfeier zu Hause wurde daraus ab dem Vormittag des 1. Januar eine knapp 500 Meter lange und mit Hindernissen nur so gespickte Piste gebaut und die Halle an den kommenden Tagen nur noch kurz zum Schlafen verlassen. "Es war aber wieder die Mühen wert, denn von den Offiziellen sowie vielen Fans haben wir ein durchweg positives Feedback bekommen. "Wurde in der Vergangenheit viel über den großen Teich geschaut, wie die Amerikaner es machen, so blickte man am vergangenen Samstag von drüben auf uns. Das weiß ich vom amtierenden Weltmeister Colton Haaker. Er konnte diesmal bei seinem Lieblingsrennen in Riesa aus vertraglichen Gründen nicht starten und war darüber sehr traurig", so Daniel Auerswald.

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