Furiose Zwönitzer lassen Tabellenführer keine Chance

Beim 3:1 gegen Zschorlau hätten die Kreisliga-Fußballer des FSV sogar höher gewinnen können. Die "Zweite" des FC Stollberg setzte ihren Lauf fort.

Zwönitz.

Dreimal in Serie hatten die Fußballer des FSV Zwönitz in der Kreisliga zuletzt nicht mehr gewonnen. Am Sonntag meldeten sie sich zurück - und das ziemlich eindrucksvoll, mit einem 3:1 zuhause gegen Spitzenreiter Zschorlau. "Das war genau die richtige Reaktion nach den Auftritten zuletzt", freute sich Trainer Alexander Thost.

Schon in der fünften Minute erzielte Marcel Kutz per Kopf nach einer Ecke die Führung für die Gastgeber. Nach der Pause schlug dann Eric Hemmann zweimal zu. Sein 30-Meter-Geschoss landete nach 51 Minuten genau im rechten Kreuzeck, beim dritten Zwönitzer Treffer stand er goldrichtig, nachdem der Zschorlauer Torhüter einen Schuss von Lukas Faulhaber an die Latte gelenkt hatte. Die Gäste, die sich vor der Saison unter anderem mit dem früheren Plauener Oberligaspieler Robin Pollmer und dem Ex-Schneeberger Tim Martin (Landesklasse) verstärkt haben, hatten per Strafstoß zwischenzeitlich zum 1:2 verkürzt. "Zschorlau ist Favorit auf den Aufstieg. Aber gegen uns sind sie vielleicht dreimal zum Abschluss gekommen. Hätten wir alle unsere Chancen genutzt, wäre das Spiel wahrscheinlich 6:1 ausgegangen", so Thost. Kommende Woche gastieren die Zwönitzer, nun Tabellenachter, bei der zweiten Mannschaft des FC Stollberg.

Die hatte es im Verfolgerduell mit der Reserve des FC Lößnitz zu tun und setzte sich mit 2:1 durch. Mit dem knappen Sieg, dem sechsten in Serie, zogen die Stollberger an Lößnitz vorbei und sind nun Zweiter, punktgleich mit Zschorlau. Wie in den Vorwochen verstärkten einige Spieler aus dem Landesklasse-Kader des FCS den Kreisligisten - darunter Tim Iser, der in der 51. Minute den Siegtreffer erzielte. Lamin Badjie hatte zuvor (42.) die frühe Führung der Gäste (13.) ausgeglichen. "Sicherlich ein etwas glücklicher Sieg mit etwas Unterstützung vom Fußballgott. Aber wir haben halt gerade einen Lauf", so Trainer Ralph Oesterreich.

Die anderen Vertreter aus dem Altkreis kamen dagegen unter die Räder. Besonders heftig erwischte es den SV Fortuna Niederwürschnitz (11.), der beim Tabellenzwölften TSV Geyer mit 0:6 unterging. "Die höchste Niederlage meiner Trainerlaufbahn", konstatierte ein fassungsloser Trainer Michael Henschel. Zwar hätten ihm fünf Stammspieler gefehlt, "aber trotzdem haben wir einfach schlecht gespielt und einfach alles vermissen lassen, worauf es im Fußball ankommt." Der Genickbruch sei das 0:3 nach einer knappen Stunde gewesen. "Danach haben wir die Köpfe hängen lassen", so Henschel.

Nur wenig besser erging es dem TSV Elektronik Gornsdorf, der 2:6 bei Aufsteiger Ehrenfriedersdorf verlor und nach dem fünften sieglosen Spiel in Folge auf einen Abstiegsrang (14.) abrutschte. Im ersten Durchgang hielten die Gäste noch gut mit und lagen nach Toren von Bastian Klemcke (11.) und Daniel Lehmann (37.) sogar 2:1 in Front. "Aber die Leistung nach der Pause ist mir einfach unerklärlich", so Trainer Frank Dost.

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