Fuß rettet die HSV-Handballer

Die Zwönitzer Männer bleiben auch im dritten Sachsenliga-Spiel des Jahres unbesiegt. Dem Erfolg ging ein Herzschlagfinale beim Schlusslicht voraus.

Zwönitz.

Nach zwei Unentschieden zum Jahresstart haben die Handballer des Zwönitzer HSV am Sonntag in der Sachsenliga beim Schlusslicht HSG Neudorf/Döbeln endlich den ersten Sieg verbucht. Das 25:26 (11:13)-Endergebnis kam durch ein für die Zuschauer sehr unterhaltsames Herzschlagfinale zustande, die Nerven der Trainer und Spieler wurden aber so nicht geschont. Mit dem Treffer zum 25:21 sahen die Zwönitzer knapp fünf Minuten vor Ende der Begegnung eigentlich schon wie die sicheren Sieger aus. Dann stellte Döbeln die Abwehr auf Manndeckung um und konnte tatsächlich - begünstigt auch durch ein paar den Erzgebirgern unverständliche Schiedsrichterentscheidungen - noch einmal am Rückstand arbeiten. Zum Glück landete der finale Wurf der HSG etwa zehn Sekunden vor Ultimo am Fuß von HSV-Keeper Michal Kerner und damit war trotz der Hektik in den Schlussminuten der Auswärtserfolg besiegelt. "Es war das erwartet zähe Spiel gegen einen extrem langsam spielenden Gegner. Leider treffen wir in der Schlussphase ein paar falsche Entscheidungen zu viel, aber ich denke trotzdem, dass der Sieg verdient ist", so Coach Frank Riedel zum Spiel.

Die Erzgebirger fanden mit der 3:1-Führung nach fünf Minuten recht gut ins Spiel, konnten die Führung aber nicht ausbauen. Ein paar unglückliche Wurfentscheidungen und ein guter Keeper im HSG-Gehäuse verhinderten dies. Bis nach der Anfangsviertelstunde verwaltete der HSV die knappe Führung, dann wandelten die Gastgeber den 6:7-Rückstand mit zwei Treffern in Folge in ein 8:7 um. Bis zur Halbzeit wogte die Partie hin und her. Das bessere Moment in den letzten drei Minuten vor der Pause hatten dann aber die Zwönitzer: Mit drei Treffern in Folge gelang es, aus dem 10:11-Rückstand noch eine wichtige 13:11-Führung mit in die Halbzeit zu nehmen.

Mit zwei schön herausgespielten Toren nach Wiederanpfiff konnte die Riedel-Sieben eine Überzahlsituation bestens nutzen und lag nun mit dem Treffer zum 15:11 in der 32.Minute scheinbar allmählich auf Siegkurs. Döbeln kam jedoch wieder zurück. Insbesondere Tobias Sperling setzte sich auf Gastgeberseite immer wieder mit Treffern aus dem Rückraum in Szene. In der 45.Minute war der Vorsprung beim 18:18 wieder dahin und es ging ausgeglichen in die entscheidende Schlussviertelstunde. Je mehr die Uhr runter tickte, desto mehr mussten die Erzgebirger auch konditionell die Zähne zusammenbeißen. Bis auf den weiterhin kaum zu bändigenden Tobias Sperling hielten die Zwönitzer die Gastgeber gut unter Kontrolle. Schöne Treffer über rechts außen von Christian Becher brachten die Sportler aus dem Zwönitztal wieder in die Erfolgsspur. Bis zum 25:21 wurde der Vorsprung ausgebaut. In der Schlussphase setzte die HSG dann noch einmal alles auf eine Karte und hätte sich um ein Haar noch einen Punkt erkämpft. Doch erneut teilen, und damit auch weiter leiden, wollte der HSV dieses Mal nicht. Dank Kerner traten sie jubelnd die Heimreise an und stehen mit 16:12 Zählern mit zwei anderen Teams punktgleich im Tabellenmittelfeld.

Nicht zum Zug kamen am Wochenende die Zwönitzer Frauen in der Verbandsliga. Zusammen mit den AAC Amazonen einigten sie sich auf eine Verlegung der für den 25. Januar angesetzten Partie, weil beide Teams Personalsorgen hatten. Das Auswärtsspiel soll am 14. Februar, 20.15 Uhr, nachgeholt werden.


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