Fußballfest unter Flutlicht

0:7 verloren, aber wacker geschlagen - das Sportliche stand für die SV Olbernhau gegen Aue aber nicht im Vordergrund.

Olbernhau.

Das Ziel haben sie erreicht. Die SV Olbernhau hat das Freundschaftsspiel gegen den Zweitligisten Erzgebirge Aue zwar mit 0:7 verloren, sich aber teuer verkauft und eine ordentliche Leistung gezeigt. Dass das Fußballfieber in Olbernhau besonders ausgeprägt ist, zeigt nicht nur der höchste Zuschauerschnitt der Sachsenliga. Auch am Mittwochabend konnte man eindrucksvoll sehen, dass die SVO die Menschen in der Stadt begeistert. 1075 Zuschauer kamen in den Sportkomplex an der Thomas-Mann-Straße. "Für die kurze Dauer zwischen Bekanntgabe und Spieltermin eine wirklich beachtliche Zahl", erklärt Steve Dieske, Trainer der Gastgeber. "Es war das erhoffte Fußballfest vor einer tollen Kulisse."

Dass der Zweitligist unter Trainer Daniel Meyer mit einer besseren B-Elf auflief, störte an diesem Abend nur wenige. "Aue hat leider nicht mit der Mannschaft gespielt, die ich erwartet habe", findet der Olbernhauer Siegfried Schartmann. "Der Klassenunterschied zwischen Olbernhau und Aue war deutlich zu sehen. Ein Ehrentreffer für Olbernhau hätte mich besonders gefreut." Und auch mit dem in Kassel lebenden Jens Döhnert zeigte sich ein weiterer Zuschauer zufrieden mit dem Abend. "Ich habe zwei Wochen Urlaub in meiner Heimatstadt und da spielt Aue hier. Eine sensationelle Werbung für den Fußball!"

Doch nicht nur für die Zuschauer war die Partie ein Erlebnis - auch für die Kicker des SVO war sie etwas Besonderes. "Das war schon eine coole Sache", erzählt Martin Preißler. Der 23-jährige Abwehrspieler des Landesligisten hat auch schnell die Unterschiede zwischen Landes- und Bundesliga gemerkt. "Bei den Jungs geht eben alles etwas schneller. Sie sind sehr agil und wendig, haben eine starke Ballsicherheit." Die Olbernhauer können zufrieden sein mit der gezeigten Leistung, so Preißler weiter. "Es war von Anfang an klar, dass wir eher wenige Offensiv-Aktionen haben werden und die Defensivarbeit im Vordergrund steht. Aber wir haben uns nicht versteckt." Doch das Ergebnis hatte nur bedingt Priorität, wie Trainer Dieske ebenso versichert. "Für jeden Spieler war es ein sportlicher Bonus," sagt er. "Wir hatten unsere Offensivaktionen, ansonsten haben wir dagegen gehalten." Das gute Positionsspiel sowie die Athletik der Profis habe das Ergebnis in diese Höhen geschraubt, erklärt Dieske weiter. "Das Wichtigste ist aber, dass wir durch die intensive Einheit definitiv einen Schritt nach vorn gemacht haben."

Wie groß der Schritt sein wird, zeigt sich am 20. Oktober. Dann reist die SVO zum nächsten Sachsenliga-Spiel - Gegner dort ist niemand Geringeres als der aktuelle Tabellenführer, der FC Grimma. (mit faso)

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