Gähnende Leere auf dem Punktekonto

Der Stilartenwechsel hat vorerst nichts genützt: Zum Auftakt der Rückrunde unterlagen die Regionalliga-Ringer des RV Eichenkranz klar in Pausa. Thalheim ließ trotz Personalnot nichts anbrennen.

Lugau/Thalheim.

Für die Regionalliga-Ringer des RV Eichenkranz Lugau geht das Warten weiter. Auch im zehnten Anlauf ging die Mannschaft leer aus, unterlag bei der WKG Pausa/Plauen mit 10:21. "Dass es beim Bundesligaabsteiger schwer wird, war vorher schon klar. Aber es war trotzdem mehr drin ", sagte Trainer Jan Peprny.

Von seinen Leistungsträgern punkteten auf der Matte nur zwei. Toni Peprny, dem der Stilartenwechsel gut tut, ließ ebenso wenig etwas anbrennen wie Anton Vieweg gegen Anatolij Judin, der dem Lugauer Coach nach dreimal wegen Passivität verwarnt und demzufolge disqualifiziert hätte werden müssen. Dazu gewann Robert Dobrodziej im 57-Kilo-Limit kampflos - womit die Lugauer Herrlichkeit auch schon beendet war. Von den restlichen Punkten, die allesamt an die Gastgeber gingen, hatte Jan Peprny im Vorfeld aber auch einige fest eingeplant. Zum Beispiel die von Frederik Esser, der seinen Kontrahenten Tobias Knittel im Hinkampf noch klar beherrscht. Diesmal unterlag er - und das auch noch in seinem favorisierten Stil. "Knittel war sehr gut auf ihn eingestellt", so Peprny. Auch Tim Hamann kam mit Eryk Maj, einem "reinen Konterringer", so der Trainer, gar nicht zurecht. Zu allem Überfluss für die Lugauer, die nächste Woche Berlin empfangen, brach sich Tim Walther auch noch die Rippe und musste in die Notaufnahme gebracht werden.

Die Ringer des RV Thalheim haben unterdessen ihren zweiten Tabellenplatz zementiert. Die Zwönitztaler haben nach dem 20:11-Sieg bei Luftfahrt Berlin nun drei Punkte Vorsprung auf Frankfurt/Oder, das überraschend in Leipzig verlor. Die Thalheimer waren mit einigen Personalsorgen in die Hauptstadt gefahren. Kapitän Tobias Löffler und Lucas Kahnt fehlten verletzungsbedingt, auch Tamas Török und Niclas Eichhorn, der in der Rückrunde das 66-Kilo-Limit im klassischen Stil besetzen soll, standen nicht zur Verfügung. Für Eichhorn ging Oldie Mario Koch auf die Matte, ein gelernter Freistiler, der sich bei seiner 0:4-Niederlage gegen den Spezialisten Ferenc Kecskemeti sehr gut verkaufte.

Trainer Steffen Richter reiste dennoch mit gemischten Gefühlen wieder ab, wie er betonte. "Die Berliner waren auch nicht in Bestbesetzung. Hätten sie alle mit an Bord gehabt, zum Beispiel Lukasz Konera im Superschwergewicht, dann wäre es tatsächlich knapp geworden", so der 53-Jährige. Zu den Schattenseiten in seinen Reihen zählte der Auftritt von Benjamin Opitz, der gegen Adam Sobieraj zwar sechs Minuten lang den Kampf bestimmte, sich aber immer wieder überrumpeln ließ und mit einer 0:12-Packung von der Matte schritt. "Ich kenne Adam. Das ist ein Ringer mit viel Gespür, der eine Menge taktischer Raffinessen drauf hat." Eine so hohe Niederlage habe er trotzdem nicht erwartet.

Auf der anderen Seite durfte sich der Thalheimer Coach über einen äußerst souveränen Sieg von Florian Pohl freuen. Auch 130-Kilo-Mann Radoislaw Dublinowski überzeugte, wenngleich der Pole auch von der schlechten Kondition seines Gegners profitierte. Zudem wirkte der Stilartenwechsel - zum Beispiel bei Ondrej Dadak, der seinem Kontrahenten Til Hübner keine Chance ließ. "Er kämpft jetzt endlich auf seinem angestammten Limit und muss sich nicht ständig mit deutlich schwereren Gegnern messen. Auch Fabien Martin im untersten Limit darf nun klassisch ran und soll in der Rückrunde aufblühen. Der Einsatz gelang mit einem 7:5-Punktsieg gegen Magomed Murtazaliev schon einmal - im freien Stil in der Hinrunde hatte er gegen Murtazaliev noch klar verloren.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...