Gäste-Keeper zieht Zwönitzern den Zahn

Die Handballer des HSV haben in der Verbandsliga deutlich gegen Glauchau-Meerane verloren. Für die Frauen lief es gegen den gleichen Gegner nicht besser.

Zwönitz.

Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache: Mit 26:36 (8:17) verloren die Zwönitzer Handballer am Samstag zuhause gegen den HC Glauchau-Meerane und bleiben damit auf Platz 9 der Sachsenliga-Tabelle. Den Gastgebern war der Respekt vor dem Absteiger aus der Oberliga dabei insbesondere in der ersten Hälfte deutlich anzumerken. "Da haben wir uns taktisch nicht klug verhalten und außerdem zu viele Würfe genommen, die nur Halbchancen waren", sagte Trainer Frank Riedel.

Es gab aber auch noch einen anderen Faktor, der einen erheblichen Anteil am Sieg der Gäste hatte - und der stand im Glauchauer Tor. Keeper Ludek Kylisek erwischte einen absoluten Sahnetag. Verlief die Partie bis zum Stand von 2:2 noch absolut ausgeglichen, machte er in der Folge eine Zwönitzer Chance nach der anderen zunichte und brachte die HSV-Angreifer an den Rand der Verzweiflung. Das rächte sich aus Sicht der Hausherren doppelt, denn Glauchau nutzte die Paraden zu schnellen Gegenstößen aus, die dem HC viele einfache Treffer einbrachten. Bis zur Pause wuchs der Vorsprung kontinuierlich auf neun Treffer. Positiv vermerkte HSV-Coach Riedel indes, dass seine Schützlinge nach der Pause nicht aufsteckten und Moral zeigten. Bis zur 42. Minute verkürzten die Gastgeber auf 19:25 - genau in der Zeit, als Kylisek nicht das Tor hütete. Danach kam der Glauchauer Stammkeeper zurück in sein Gehäuse und die Partie nahm erneut den Lauf der ersten Hälfte. Der HC stellte den alten Abstand wieder her und brachte diesen routiniert ins Ziel.

Schon zuvor hatten die Zwönitzer Verbandsliga-Frauen ebenfalls gegen Glauchau aufs Parkett gemusst - und auch ihr Auftritt war nicht von Erfolg gekrönt. Nach 60 Minuten stand ein 22:28 auf der Anzeigetafel - der Favorit, der wie bei den Männern in der vergangenen Saison noch zwei Ligen über dem HSV gespielt hat, wurde seiner Rolle gerecht. Trainer Ralf Beckmann sah aber trotzdem eine sehr ordentliche Leistung seiner Spielerinnen, die erheblichen Widerstand leisteten. "Nach den Anfangsminuten, in denen wir uns erst einmal auf den Gegner einstellen mussten, haben wir die Glauchauer Offensive immer besser in den Griff bekommen und haben zudem erfolgreich gekontert", sagte Beckmann. Die verdiente Folge war eine 8:6-Führung nach 21 Minuten. Danach jedoch brachten sich die Zwönitzerinnen mit einer - allerdings etwas harten - Zeitstrafe selbst aus dem Rhythmus. Die Gäste nutzten die Überzahl, um den Rückstand aufzuholen und ihrerseits mit einer Drei-Tore-Führung (12:9) in die Pause zu gehen.

Am Gesamteindruck änderte sich indes auch im zweiten Durchgang nicht viel. Zwönitz blieb dran: Die Gastgeberinnen erzwangen Offensivfehler und konterten erfolgreich. Nach zwei Dritteln Spielzeit stand es 15:15, und mindestens ein Punktgewinn war in greifbarer Nähe. Dass daraus letztlich nichts wurde, lag vor allem an der fehlenden Treffsicherheit in der letzten Viertelstunde. Mehrfach stand den HSV-Frauen die gegnerische Torfrau oder der Pfosten im Weg. "Glauchau war da einfach effektiver, das macht eben die Erfahrung aus", so Beckmann. Mit der fünften Niederlage im sechsten Spiel rutschten die Zwönitzerinnen auf den elften und damit vorletzten Tabellenplatz ab - nur Waldheim, gegen das sie den bislang einzigen Saisonsieg einfahren konnten, liegt noch hinter den Erzgebirgerinnen. mit bral

Statistik Männer: Kerner, Treuter; Brecko (5/1), Fritsch (3), Hartenstein (5), Becher, Kotesovec, Treitschke, Schlömer (3), Küntzel (2), Löbner (4), Lieberei (3); 7m: Zwönitz: 3/1 Glauchau: 1/1; 2min: Zwönitz: 7 Glauchau: 4 Frauen: Müller; Mosel (3), M. Kaulfuß (4/2), Kreher, Haunschild (7), Riedel (1), L. Kaulfuß (3/2), Hartenstein, Seidel, Lea Thierfelder (1), Lisa Thierfelder (1), Viehweger (2)

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