Gassenlauf findet immer mehr Resonanz

Mehr als 200 Starterinnen und Starter - nicht nur aus dem Erzgebirge - sind nach Großrückerswalde gekommen. Für eine Frau wurde der Wettkampf ein souveränes Heimspiel.

Großrückerswalde.

Toni Escher heißt der Sieger des 7. Gassenlaufs in Großrückerswalde. Der 26-Jährige aus Sehma, der für den SC Norweger Annaberg startet, benötigte für die neun Kilometer 37:28 Minuten. "Ich hatte mir gar kein besonderes Ziel gesteckt. Rund anderthalb Kilometer vor dem Ziel konnte ich mich etwas absetzen und rund 30 Meter Vorsprung herauslaufen. Den habe ich allerdings auf den letzten Metern wieder eingebüßt, sodass es doch noch einmal knapp geworden ist. Umso mehr freue ich mich, dass es zum Sieg gereicht hat", sagt der sympathische Student.

Toni Escher ist im Winter beim Skimarathon unterwegs. Im Sommer seien ihm Wettkämpfe wie der in Großrückerswalde eine willkommene Trainingsabwechslung. In diesem Jahr hat er schon drei Bergläufe absolviert und noch fünf verschiedene Wettkämpfe vor sich. Dabei sei der Fichtelberglauf in drei Wochen ein Gradmesser seiner derzeitigen Form. Mit sieben Jahren hat der Sehmaer seine Wintersportkarriere begonnen und in seiner Laufbahn bereits große Erfolge gefeiert. So ist er im vergangenen Winter Vize-Europameister im Skimarathon in Bodenmais geworden und zur deutschen Meisterschaft im Rollskilauf auf dem Bronzeplatz gelandet. Für Februar 2017 hofft Toni Escher auf eine Nominierung zur Universiade in Kasachstan. In Großrückerswalde zeigte er sich angetan von der tollen Kulisse und den Fanmeilen. So etwas gebe es bei keinem anderen Lauf. Es sei wirklich ein einmaliges Erlebnis. Deshalb will er im nächsten Jahr wieder mit dabei sein - vorausgesetzt, der Lauftermin passt in seinen sportlichen Terminkalender.

Bei den Frauen konnte sich die Vorjahressiegerin und Lokalmatadorin Anke Schaarschmidt vom Team Gassenlauf Großrückerswalde erneut durchsetzen. Die 38-Jährige schaffte es damit bereits zum vierten Mal auf den obersten Podestplatz. Insgesamt haben sich nach Angaben der Organisatoren mehr als 200 Läuferinnen und Läufer am diesjährigen Gassenlauf beteiligt - unter anderem aus Zschopau, Jahnsdorf, vom Läuferbund Schwarzenberg und vom Lauterbacher Knochenkurs. Gut 130 Kinder und Jugendliche waren mit im Starterfeld.

"Wir wissen, dass unser Lauf bei vielen Sportlerinnen und Sportlern im Terminkalender schon fest verankert ist. Und wir freuen uns, dass wir dieses Jahr erneut eine kleine Steigerung bei der Anzahl der Teilnehmer erreichen konnten. Für uns ein Zeichen dafür, dass wir seit sieben Jahren auf dem richtigen Weg sind", erklärt Gesamtleiter Roy Löser. Ohne Unterstützung durch etwa 130 freiwillige Helferinnen und Helfer - vor allem von der Feuerwehr und aus der Sportgemeinschaft - sei das Ganze aber nicht zu stemmen.

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