Gastgeber haben die Nase vorn

Beim Finale der Erzgebirgsspiele im Ringen haben die Nachwuchsathleten des RV Eichenkranz Lugau kräftig abgeräumt. Im Anschluss gab es sogar noch eine Premiere.

Lugau/Thalheim.

Sorgen um den Nachwuchs müssen sich die Ringer im Altkreis Stollberg nicht machen. Das jedenfalls hat das Finale der Erzgebirgsspiele gezeigt. Die Gastgeber des RV Eichenkranz Lugau warfen kurz vor dem Saisonende nochmals alles in die Waagschale und holten sich mit 130 Punkten souverän die Mannschaftswertung vorm AC 1897 Werdau (105). Die jungen "Mattenfüchse" aus Thalheim wurden mit 82 Zählern Vierter und mussten damit im Kampf um den Bronzerang knapp dem FC Erzgebirge Aue (90) den Vortritt lassen.

"Natürlich freuen wir uns sehr über dieses Ergebnis", sagte Lugau-Coach Jan Peprny, der mit 33 Nachwuchsringern aus der C-, D- und E-Jugend, Schülerinnen und Athletinnen aus dem Bereich weibliche Jugend allerdings auch die meisten Sportler am Start hatte. Spektakuläre Kämpfe bekamen die Zuschauer in der Halle der Oberschule am Steegenwald jedenfalls zu sehen. So lag E-Junior Colin Fritzsche bei seinem Punktsieg gegen den Gelenauer Ismael Leistner schon mit 4:17 in Rückstand, bevor er aufdrehte und mit - so Peprny - "astreinen Schulterschwüngen" noch mit 18:17 siegte. Darüber freute er sich mit einer kleinen schauspielerischen Einlage. Nachdem er den Gummiball abbekommen hatte, mit dem die Schiedsrichter angesichts des Lärms in der Halle üblicherweise das Ende des Kampfs anzeigen, fiel er plötzlich um. "Er hat so getan, als sei er K.o. gegangen", so Peprny. Nicht ganz an seine in dieser Saison gezeigten Leistungen konnte indes Merlin Fritzsche (D-Junioren) anknüpfen. Als frischgebackener Mitteldeutscher Meister sowohl im klassischen als auch im freien Stil reichte es für ihn bei den Erzgebirgsspielen nur für Platz 2. Er unterlag im Finale in seiner Gewichtsklasse bis 42 Kilogramm dem Thalheimer Vin Bräuer verdient nach Punkten.

Apropos Thalheim: Die 16 Starter des RV gewannen starke neun Goldmedaillen - und damit sogar vier mehr als die Lugauer. Als einziger Verein neben Werdau schafften es die Zwönitztaler, in allen Altersklassen Zähler einzusammeln. Besonders erfolgreich schnitten die Thalheimer bei den weiblichen Jugendlichen ab. Dort durften sich Julie Drechsel (43 kg), Cassidy Richter (53 kg) und Sophie Krauß (57 kg) über Gold freuen.

Insgesamt nahmen 128 Sportler am Finale der Erzgebirgsspiele im Ringen teil, die insgesamt 168 Kämpfe bestritten. Gemeldet hatten allerdings 171 Athleten. Von den acht Vereinen habe sich keiner in Sachen Absagen besonders negativ hervorgetan. "Allerdings hat dies dazu geführt, dass es viele kampflose Sieger gab, da die entsprechenden Gewichtsklassen nur mit einem Sportler besetzt waren. Das ist immer unbefriedigend", so Jan Peprny.

Im Anschluss ans Erzgebirgsfinale bestritt die Lugauer Regionalligamannschaft einen Freundschaftskampf gegen Bayernligist Berchtesgaden, den sie mit 29:12 für sich entschieden. Da die Gäste mit zwei Frauen angereist waren, durften bei den Gastgebern Jenny Blachut und Samantha Fritzsche mitringen. Die Ergebnisse der beiden - ein Sieg und eine Niederlage - flossen ins Mannschaftsresultat mit ein. Weil die Eichenkränze ohne ihre Ausländer einen Mann zu wenig zur Verfügung hatten, musste Tim Hamann zweimal ran. "Sowohl in der Klasse bis 66 als auch in der bis 75 Kilo hat er souverän gewonnen", so Peprny.

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