Gastgeber holen sich die Trophäe zurück

Der Nachwuchs des Ringervereins Thalheim hat das 14. Wolfgang- Bohne-Gedächtnisturnier gewonnen. 249 Akteure aus 33 Vereinen und 4 Nationen traten an, einige kamen von weit her.

Thalheim.

Mit 28 Startern stellte der Ringerverein Thalheim als Gastgeber im Sportpark erwartungsgemäß das stärkste Kontingent und sammelte somit auch viele Punkte in der Gesamtwertung. Am Ende stand ein deutlicher Vorsprung (97) zu Buche, vor dem zehnköpfigen Team des SV Luftfahrt Berlin (58), das seinen Aufenthalt im Zwönitztal nicht nur auf einen Tag beschränkt hatte. "Wir übernachten aufgrund des langen Wochenendes gleich an der Tabakstanne und genießen Gebirgsluft", so Luftfahrt-Presseverantwortliche Anja Herzog.

Insgesamt 249 Akteure aus 33 Vereinen hatte der sechsstündige Wettbewerb zusammengeführt. Nachwuchsringer aus vier Nationen - neben Deutschland ebenso aus Polen, Slowakei und Tschechien - traten zum Kräftemessen an. Neue Gesichter gesellten sich zu alten Bekannten. Erstmals dabei: die Vertretung von Mazowsze Teresin aus Polen, die mit 674 Kilometern Anreise auch gleich den Sonderpokal für den weitesten Weg ins Zwönitztal in Empfang nehmen konnte.

Große Freude herrschte natürlich bei den Gastgebern, die sich nach Platz zwei im Vorjahr wieder ganz oben auf dem Podest einfanden. Eine besonders starke Leistung zeigte an diesem Tag Schülerin Julie Drechsel, die im Limit bis 31 kg alle ihre vier Kontrahentinnen souverän bezwang und klar Gold gewann. Ein besonderer Bonus: die Trophäe als beste Kämpferin dieser Altersklasse.

Auch die Vereine aus der Region präsentierten sich prächtig, so etwa die Eichenkränze aus Lugau, mit 17 Teilnehmern am Ende auf Platz sechs in der Teamwertung. Leon Blachut, angetreten im mit 16 Startern am zweitstärksten besetzten 31-kg-Limit, setzte sich quasi im allerletzen der insgesamt 392 ausgetragenen Kämpfe durch. Dem D-Jugendlichen wurde eine Pause zugestanden. Insgesamt sieben Runden waren nötig, um die besten in dieser Gewichtsklasse zu ermitteln.

Die ausländischen Vertreter brachten ebenso teils starke Kontingente mit, Sokol Kladno aus Tschechien beispielsweise schaffte es nach Platz fünf in der Teamwertung dieses Mal auf den Bronzerang und hatte vor allem bei den jungen Damen einige tschechische Nationalkader dabei. Hellas Brno stellte mit Valerie Pragacova die beste Kämpferin in der Jugend weiblich.

Vorjahressieger RSV Greiz musste dieses Mal auf die Ringerfamilie Suttner, im Vorjahr noch in Mannschaftsstärke vertreten, verzichten und landete auf dem achten Platz der Gesamtwertung. Nach den Wettbewerben und der von Thalheims Bürgermeister Nico Dittmann und Sachsens Frauen-Ringkampfreferent Frank Graube durchgeführten 90-minütigen Siegerehrung lief der Abbau der fünf Matten und der Technik zügig. Und alle konnten guter Dinge die Heimreise antreten.


"Der Ablauf war reibungslos."

Jugendwart Tino Korb gehört zu den treibenden Kräften beim Ringerverein Thalheim. Michael Thriemer sprach mit dem 49-jährigen Auerbacher.

Freie Presse: Ihr Fazit zum 14. Bohne-Gedächtnisturnier?

Tino Korb: Ich denke, wir können einmal mehr zufrieden sein. Der Ablauf war reibungslos, was vor allem den zahlreichen Helfern, Eltern und Unterstützern und nicht zuletzt den Kampfrichtern zu verdanken ist. Auch unsere Gäste äußerten sich durchweg positiv.

Wie lief es das Turnier aus Sicht der Gastgeber?

Man hat in einigen Altersklassen nicht nur zahlenmäßig ein starkes Niveau gesehen. Unsere Jungen und Mädchen konnten ausgezeichnet mithalten, manch einer hat aber auch seine Grenzen aufgezeigt bekommen. Es gilt, sich weiter zu verbessern und es gibt noch viel zu tun.

Gibt es 2018 eine Neuauflage?

Davon ist ganz klar auszugehen, wir sind mittlerweile doch recht routiniert und die Zusammenarbeit mit dem Sportpark ist auch fruchtbar.

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